Zensur in China
Benny September 6th, 2009
Europäische Medien übertreiben es oftmals mit der China-Kritik und china-bezogenen Negativmeldungen. In Sachen Internetzensur jedoch, … wurde keinesfalls übertrieben.
In China sind wirklich viele westliche Portale ganz oder teilweise gesperrt.
Youtube.com, MyVideo.de, Facebook.com und Twitter.com sind nur einige Beispiele, bei denen die komplette Präsenz in China staatlich verweigert ist. Auch das chinesische Portal für Chinesen in Deutschland (Dolc.de) war lange Zeit gesperrt, ist aktuell aber wieder aufrufbar.
Richtig ärgerlich wird die Zensur jedoch erst, wenn man bei Google.com zwar gute Suchergebnisse (Webseiten, Bilder, Videso usw.) bekommt, jedoch die Hälfte der Links nicht funktionieren, weil die Zensur zuschlägt.
Ich bin gut ausgebildet in der IT und durchaus auch in der Lage einen Weg zur Umgehung der Sperre zu finden. Allerdings habe ich zugegebenermaßen nicht vor, meinen China-Urlaub mit dem Tüfteln an einem Schlupfloch zu verbringen.
Es gibt viele recht einfache Programme wie JAP, TOR und andere Proxy-Clients, mit welchen die Zensur umgangen werden kann. Dumm nur, dass die Seitenaufrufe damit zum Einschlafen langsam sind und die meisten Videos daher dann trotzdem nicht geladen werden.
Meiner persönlichen Meinung nach, zeigt die chinesische Regierung mit dieser Form der Informationskontrolle nur ihre Angst. Ein souveräner, selbstsicherer Staat hat keine Angst vor unliebsamen Informationen. Das Internet es sowieso nur ansatzweise zu kontrollieren, nur der “Nervfaktor” für informationshungrige Internetsurfer steigt gewaltig.
Aber dass Chinesen feste Mauern auch dahin bauen können, wo die Wege sehr mühsam zu bewältigen sind, wurde ja bereits bewiesen. Kollateralschäden zählen dabei nicht.

Ein paar Vokabeln:
Zensur – 審查 reform.: 审查 shěnchá; Jap.: 検閲 けんえつ
Chin. Mauer – 長城 reform.: 长城 chángchéng,
auf Jap.: (万里の)長城 (ばんりの)ちょうじょう
Proxy-Server – 代理服务器 dài lĭ fú wù qì, Jap.: プロキシサーバ
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[...] mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da muss man gar nicht erst in China sein, so wie ich mich am 6. September 2009 wieder mal über die Internetzensur [...]