Chugokugo.de Blog von Benny und Miao

Fujisan 富士山

Benny May 16th, 2010

Der Fuji-Berg ist schon eine Wumme…. ein riesiger Berg, welcher sich (aus der richtigen Perspektive betrachtet) ziemlich symmetrisch in den Himmel ragt und aussieht, wie ein Vulkan aus dem Bilderbuch. Fast das ganze Jahr über, ist der Vulkan am oberen Drittel bis Viertel mit Schnee bedeckt, nur im Hochsommer, normalerweise zwischen Juli und August steht der Berg gänzlich “nackt” ohne Schnee in der Landschaft.

Der Vulkan ist auf der ganzen Welt wahrscheinlich der bekannteste “Feuerberg” und gilt als schlummernder Riese (aktiv, aber ohne großes Ausbruchsrisiko). Er ist mit seinen gut 3700 Metern längst nicht der größte Berg der Welt, aber der größte Berg Japans, um den sich viele Legenden drehen.

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Kirschblütenzeit geht zu Ende

Benny April 25th, 2010

Die Kirschblüten 桜… in Japan scheint sich alles um Kirschblüten zu drehen, nicht nur die privaten und betrieblichen Sauftouren Hanami-Feste 花見, auch Marken- und Produktnamen stehen sehr oft mit Sakura in Verbindung, auf sehr vielen Hintergründen/Kulissen von Werbung in Fernsehen und auf Plakaten nutzen die Kirschblüten als Symbol für Schönheit und Glück. Im Fernsehen gibt es neben dem Wetterbericht eine reguläre Kirschblüten-Vorhersage, welche mitlerweile auch soweit ist, dass die Kirschblütenzeit hier in der Tokyo Metropolregion am Ende ist. Die Kirschblütenzeit wandert in Richtung Norden bis nach Hokkaido.

So sieht unserer Werksgelände seit einer Woche nicht mehr aus….. Das Rosa ist ins Grüne umgeschwungen.

Die Kirschblütenfeste sind im Westen eher nur für Japan bekannt, aber auch in China sind Kirschblütenfeste bekannt und z. B. in den Parks von Beijing (Peking) zu finden. Die Zierkirschbäume kommen sehr wahrscheinlich auch ursprünglich aus China. Zugegebenerweise sind Chinesen jedoch längst nicht so kirschblütenbegeistert wie Japaner, die die Zierkirschblüte zu ihrer Identität hinzu zählen.

Arbeiten… auf Japanisch

Benny April 8th, 2010

Ich arbeite nun knapp zwei Wochen in Japan und werde darauf vorbereitet, einen (vollwertigen) Job zu übernehmen. Viele Praktikanten kochen Kaffee, klicken Powerpoint-Präsentationen zusammen und sortieren die Ablage, nicht so ich. Das ist ganz schön unfair – für die anderen! Denn ich kann nicht behaupten, dass mein Job langweilig wäre. Nein, ich kümmere mich um die Lieferkontrolle (Einkauf/Logistik/Produktionsplanung) für Material und habe dabei mit deutschen, spanischen, brasilianischen, französischen, chinesischen, taiwanesischen und koreanischen Lieferanten zu tun. Das ist sehr interessant und ich kann meine Sprachkenntnisse endlich mal beruflich richtig anwenden, im vollen Umfang.

Obwohl mein Japanisch noch, nennen wir es “ausbaufähig”, ist, läuft die Kommunikation via E-Mail schon überwiegend auf Japanisch. Natürlich sind elektronische Wörterbücher mein Handwerkszeug und klar mache ich auch Grammatikfehler, aber es scheint zu laufen für die nächsten mehr als 5 Monate, zumal ich für diese Zeit enormes Lernpotenzial sehe, sprachlich wie fachlich.

Und nun ein paar Vokabeln, welche mir bei meiner Arbeit besonders oft begegnet sind:

Bestätigung (einer Lieferung) – Chin. 確認 [确认] quèrèn; Jap.: 確認 (かくにん)

Rechnung, Lieferschein – Chin.: 帳單 [帐单] zhàngdān; Jap.: インボイス

Eingehängte Datei [E-Mail-Anhang] – 附件 [附件] fùjiàn; Jap.: 添付ファイル (てんぷファイル)

Versand, Lieferung – Chin.: 郵寄 [邮寄] yóujì; Jap.: 出荷 (しゅっか)

Bestellung – Chin.: 交貨 [交货] jiāohuò; Jap.: 注文 (ちゅうもん)

Artikelnummer, Teilenummer – Chin.: 商品編號 [编号商品] shāngpǐnbiānhào; Jap.: 品番 (ひんばん)

日本に行き着きました

Benny March 31st, 2010

こんにちは皆さん、

一週から九月まで日本に住んでいって、インターンシップをします。だから私の居留は六ヶ月です。私の日本は下手だから、助けって下さ!

Ja, mein Japanisch ist noch sehr ausbaufähig. Ich denke aber, dass ich hier in Japan, viel Übung finden werde.. Vielleicht finde ich sogar einen passenden Sprachkurs.

Also nochmal auf Deutsch: Ich bin nun genau eine Woche in Japan, werde noch 6 Monate bleiben und hier mein Praktikum absolvieren. Ich stecke mitten in der Einarbeitung in die (ziemlich komplexe) Lieferungskontrolle für den Einkauf. Ich habe mit sehr vielen Teilen und Material zu tun, welches aus Deutschland, Spanien,  Korea und China kommt. Meine Sprachkenntnisse zahlen sich hier aus und die Arbeit motiviert mich zum weiteren Ausbau meiner Sprachkenntnisse.

Japanisch ist bei mir bisher am wenigsten entwickelt, es langt aber mindestens zur Basiskommunikation und immerhin habe ich es auf Japanisch geschafft, mir ein japanisches Bankkonto einzurichten und das Buch “Minna no nihongo” zu bestellen (in einem Buchladen). “Minna no nihongo” das Buch Part II und der Grammatikteil auf Deutsch haben mich hier nur 2100 Yen gekostet (also weniger als 20 Euro!).

Hier ist es nun recht spät, wir sind (nun in der deutschen Sommerzeit) Deutschland 7 Stunden voraus und morgen geht es wieder an die Arbeit :)

“Wie eine Chinesin schwanger wird… ” – Roman

Benny March 14th, 2010

Da ich zur Zeit noch auf das Visum warte und dementsprechend Leerlauf habe, nutze ich die Zeit für eine Buchempfehlung. Die Autorin Lingyuan Luo, die sich mit ihren Romanen bereits einen Namen gemacht hat, veröffentlichte vor einigen Monaten ihren Roman “Wie eine Chinesin schwanger wird…”.

Das Buch handelt über eine Chinesin namens Tingyi, die in Deutschland lebt und einen deutschen Freund hat. Tingyi besucht mit ihrem Freund ihre Eltern in Guangzhou, der gesamte Roman handelt ausschließlich vom Besuch der Eltern in China, aus dem Leben in Deutschland erfährt der Leser nur indirekt. Tingyi, eine Fotografin mit Leib und Seele, und ihr Freund, ein Student, sind seit mehreren Jahren zusammen, jedoch kinderlos. Für die Eltern von Tingyi ist das ein kleiner Skandal und beinahe ein Gesichtsverlust. Die übermotivierten Eltern stellen ihre Erwartungen eher mehr als weniger in den Vordergrund und geben auch einige Tipps zum Thema, wie denn eine Chinesin schwanger wird.

Neben der eigentlichen Geschichte zwischen den Hauptcharakteren und den Eltern findet auch noch ein paralleler Handlungsstrang platz, so dass das Buch keineswegs eintönig und eigentlich auch nicht vorhersehbar ist. (Abgesehen davon, dass am Ende alles in Harmonie endet – typisch für chinesische Autoren)

Natürlich steht die Liebe im Mittelpunkt, ohne jedoch schnulzig zu sein. Man fühlt hingegen leicht mit, bei dem Aufkommen von Eifersucht, alten Erinnerungen und lacht auch mit, bei den vielen kulturellen und sprachlichen Fettnäpfchen, in welche sowohl Tingyi`s Freund, als auch Tingyi`s Eltern treten.

Der Roman ist durchaus lesenswert und hat mich persönlich sehr unterhalten. Jeder, der eine chinesische Freundin hat und mal die Eltern in China besuchen kam, wird sich bestimmt in diesem Roman wiederfinden können. Bei mir war es jedenfalls so, auch wenn die Eltern in diesem Roman meiner Meinung nach (geprägt durch meine ganz subjektive Erfahrung) etwas zu locker mit sexuellen Themen umgehen und ihre Ansichten zu direkt vertreten.

Für mich war das Buch jedenfalls sehr kurzweilig, da ich beim Lesen oft in die Situation kam, die Handlungen und Ansichten von Personen im Buch mit meinen Erfahrungen vergleichen zu wollen und so quasi das Erlebte besser verarbeiten konnte.

Visum

Benny March 8th, 2010

In meiner Jahresplanung 2010 steht ein Praktikum im Mittelpunkt, welches ich in Japan absolvieren möchte. Die Suche nach einem Praktikum war anfangs etwas kniffelig, am Ende kamen aber tolle Zusagen, über die ich mich sehr gefreut habe. Wie es aber nunmal so ist, im Leben, kam das beste Angebot zum Schluss. Es ist bereits alles geregelt, nur fehlt leider noch das Visum, das noch auf sich warten lässt.

Dieses Visum sorgt auch für ein gewisses Kribbeln in der Magengegend, denn es wird in Japan beantragt, so dass ich selbst kaum Einfluss darauf nehmen kann. Verzögerungen mit dem Visum wären aber sehr ungünstig für meine Jahresplanung. Das Visum ist nicht unbedingt Routine, denn von einem anderen Praktikanten (einer anderen Firma) weiß ich, dass auch so ein Visum für einen Praktikanten auch mal einfach abgelehnt wird.

Abgesehen von dieser kleinen Visa-Problematik, freue ich mich sehr auf das Praktikum, denn dieses wird mich fachlich, sprachlich und persönlich weiterbringen. Nach dem Praktikum werde auch sehr gerne Tipps an andere (angehende) Praktikanten weitergeben. Mein Praktikum werde ich aber fachlich und firmenseitig mit absoluter Diskretion behandeln und bitte auch von Fragen abzusehen, wo ich denn zu welchen Konditionen ein Praktikum mache.

Anschließend noch wie gewohnt nützliches Vokabular:

Visum – Chin.: 簽證 [签证] qiānzhèng; Jap.: 査証 さしょう
Reisepass – Chin.: 護照 [护照] hùzhào; Jap.: 旅券 りょけん oder auch einfach パスポート
Praktikum – Chin. 實習 [实习] shíxí; Jap.: インターンシップ

Frohes neues Jahr 2010!

Benny December 31st, 2009

Wir wünschen allen Lesern ein schönes, gesundes neues Jahr 2010!

Cocktailbar

新年快乐!

明けましておめでとうございます!

Eine Vokabel zur Feier des Tages:

Cocktail (zum Trinken) – Chin.: 雞尾酒 [鸡尾酒] jīwěijiǔ; Jap.: カクテル

Was denkt China? 中国想什么?

Benny December 6th, 2009

Gute Frage: Was denkt China? 中国想什么?

Der Autor Mark Leonard (übersetzt von Helmut Dierlamm) setzt sich mit der Frage ziemlich gut auseinander. Nämlich, und das setzt dieses Buch von vielen anderen ab, hält er sich nicht an Aussagen von westlichen Politikern und Wissenschaftlern, sondern wendet sich ausschließlich aktuellen chinesischen politischen Denkern zu. Das Buch ist keine Knigge oder ein Kulturwissenswerk, es geht um aktuelle und zukünftige politische Themen wie Demokratie, Marktwirtschaft, Militarismus und Einmischung. Es ist weitgehend eine Interpretation der Interviews mit den Chinesen von Herrn Leonard, allerdings eine recht objektive, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Mir gefällt dieses Buch daher sehr gut, ich hatte es sehr schnell durchgelesen, da es sich wirklich mit einer interessanten Thematik befasst und diese auch sehr gut vermittelt. Hier wird die chinesische Politik nicht einfach nur an den Pranger gestellt (zum Teil schon, dann aber eher von Chinesen selbst), sondern ausgeleuchtet und Hintergründe zu Denkweisen erläutert.

Definitiv eine Kaufempfehlung für alle, die sich nicht nur mit chinesischer Kultur und Sprache, sondern auch mit der politischen Richtung  und den Perspektiven Chinas befassen möchten.

Riesen in Berlin

Benny October 31st, 2009

Am 4. Oktober 2009 waren in Berlin die “Riesen” aus Frankreich zu sehen und wir waren dabei. Es war ein tolles Spektakel und es wurde eine sehr angenehme Atmosphäre mit Musik und Konfetti geschaffen. Wir haben außderdem noch nie so viele Menschen in Berlin gesehen, ich glaube nicht mal Sylvester (welches natürlich im Gegensatz zu dieser Veranstaltung nicht nur an einer Stelle in Berlin gefeiert wird) haben wir so viele Menschen zwischen Regierungsviertel und Hauptbahnhof gesehen.
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Festival of Lights

Benny October 22nd, 2009

Noch bis zum 25. Oktober (Sonntag) ist in Berlin am Abend das “Festival of Lights”. Nicht gänzlich umweltbewusst, ist dieses energiereiche Event sehr sehenswert. Als ich mit Kamera und Stativ bewaffnet durch Berlin zog, sah ich geschätze 200 andere Fotografen (offensichtliche Hobby-Fotografen wie auch professionell ausgestattete Fotografen).

Meine Fotos (abgesehen von höchstpersöhnlichen, auf denen wir zu sehen sind) dürfen übrigens von jedermann verwendet werden. Über einen Link auf unsere Seite würden wir uns freuen, ist aber keine Pflicht.

Alles weitere ohne Kommentar….

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