Benny June 19th, 2011
Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China.
Praktikum in China – Chinesisch lernen?
Praktikanten, die nach China wollen, können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Für die Einen, ist die chinesische Sprache die Motivation für ein Praktikum in China, für die Anderen stellt sich eher die Frage: Muss ich wirklich Chinesisch lernen?
China ist die Boom-Nation dieser Zeit und sehr viele Fachgebiete, insbesondere aus Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften, sind in China gefragt. China steigt auf und viele Studenten und Absolventen möchten irgendwie dabei gewesen sein. Für strebsame Studenten gilt es mit Auslandserfahrung in einem exotischen, jedoch wirtschaftsstrategisch bedeutenden Land zu glänzen. Nur wie soll man sich dort als Newcomer verständigen?
Sicher, in der Schule hatte man viel und guten Englischunterricht und wer Abitur gemacht hat, kann mindestens noch etwas Latein, Französisch oder Spanisch. Von diesen Sprachen ist jedoch in Ostasien nur Englisch brauchbar.

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Benny June 9th, 2011
Während in Deutschland gerade dank der Verbreitung von Smartphones eine Spielernation aufbricht, ist es im geschäftstüchtigen Japan schon seit Jahrzehnten normal, dass Schulmädchen genauso wie Geschäftsmänner sich in der Öffentlichkeit (z. B. in der U-Bahn) mit mobilen Computerspielen die Zeit vertreiben.
Sony Playstation Vita
Die Sony Playstation Portable (PSP) ist langsam in die Jahre bekommen und Sony plant diese mit einem frischeren Modell zu ersetzen – die Sony Playstation Vita. Die neue Spielkonsole wurde gerade auf der E3 in Los Angeles vorgestellt.
 Foto: Sony
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 Foto: Sony
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Die Sony Playstation Vita ist vielversprechend, denn die Spielsteuerung sieht nun (bei Betrachtung der Knöpfe mit analoger Steuerung) sehr viel intuitiver aus. Es ist zu hoffen, dass die Sony Vita ordentliche Leistungsreserven erhält, so dass die Konsole für mindestens ein weiteres Halbjahrzehnt auf Höhe der Zeit bleiben kann. Sony hat sehr viel Erfahrung im Sektor der Spielkonsolen und wird sich sicher bewusst sein, dass diese Konsole – im Gegensatz zu Smartphones – langlebig sein muss, ähnlich wie das Vorgängermodell PSP. Dem Trend folgend soll die Vita über ein sensibles Touchscreen mit 3D-Darstellung (Korrektur: Leider doch kein 3D-Display) verfügen. Der Screen ist ein OLED-Display, welches die Farbdarstellung gegenüber der PSP verbessern soll. Der Preis soll zwischen 250 und 300 Euro liegen, dabei wird es zwei Ausstattungsvarianten ohne/mit UMTS geben.
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Benny June 6th, 2011
Wer ist in China gefragt? – Die Theorie sieht hier ganz anders aus als die Praxis.
Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China.
Welche Fachkenntnisse sind in China gefragt?
China ist eine aufstrebende Volkswirtschaft mit klar definierten Zielen: China will Weltklasse in Industrie, Hochtechnologie, Infrastruktur und auch Tourismus werden. Dementsprechend sollten Entwicklungsingenieure, Naturwissenschaftler, Verkehrsplaner, Übersetzer/Dolmetscher und Experten der Tourismuswirtschaft gebraucht werden.
Soweit zur Theorie, die Praxis sieht anders aus, denn chinesische Firmen kennen das Konzept “Praktikum” so eigentlich nicht, einige international ausgerichtete chinesische Firmen bieten zwar schon Praktikumsplätze an – und es werden mehr – die Relevanz ist jedoch noch äußerst gering, denn gesucht wird überwiegend in China und dann möglichst Ausländer mit hervorragenden Chinesischkenntnissen. Ausnahmen bestätigen die Regel, die Tendenz ist jedoch eindeutig.
Deutsche Firmen suchen ganz andere Kenntnisse: Fachkenntnisse in Marketing, Vertrieb, Einkauf, Logistik, Produktion, Werksplanung und Informationstechnologie sind gefragt. Warum nicht technische Entwicklung und Naturwissenschaft? Die Grundlagenwissenschaften in China sind entweder in staatlicher Hand oder von chinesischen Firmen durchgeführt. Westliche (und allen voran deutsche) Firmen versetzen Berge, um das Know-How in der Heimat zu lassen und eben nicht nach China zu tragen! Entwicklungsingenieure und technisch orientierte Naturwissenschaftler mögen bei deutschen Standorten ausgezeichnete Chancen haben, für ein Praktikum in China stehen die Aussichten auf Erfolg jedoch schlecht.
Auch manchmal gesucht (von Wirtschaftsunternehmen wie auch von [teil-]staatlichen Instituten) sind angehende Juristen und Sinologen. Für letztere ist ein Praktikum in China natürlich beinahe Pflichtprogramm, das Angebot ist jedoch überraschend dünn gesät und oft schlecht bezahlt. Für Geisteswissenschaftler steht die Sprachwissenschaft im Vordergrund. Übersetzer und Dolmetscher (Chinesisch <-> Deutsch/Englisch) werden immer gesucht, jedoch konkurrieren Sinologen hier mit Muttersprachlern, die im relevanten Ausland gelebt haben und Fremdsprachen entsprechend gut beherrschen. Auch wenn die Universitäten bei den Geisteswissenschaften immer wieder die Wichtigkeit der Kulturkenntnisse betonen mögen, zumindest Wirtschaftsunternehmen suchen diese Kenntnisse fast nie.

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Benny May 29th, 2011
Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China.
Motivation – Warum überhaupt ein Praktikum im Ausland machen?
Praktika bringen Arbeitserfahrung und die hilft dem Studenten sich in einem neuen Arbeitsumfeld nach Studienabschluss zurecht zu finden. Absolventen ganz ohne erste Arbeitserfahrung haben es erfahrungsmäßig schwer, eine gute Einstiegsposition zu finden. Den meisten Studenten, die aus der Masse herausstechen möchten, reicht einfach nur ein Praktikum im Heimat nicht aus. Das Ausland soll es sein, das bringt nicht nur andere Arbeitserfahrung, sondern auch interkulturelle Kompetenz, wachsende Sprachkenntnisse und eine persönliche Entwicklung – Zum Einen lernt man Neues kennen, zum Anderen lernt man auch die Verhältnisse in der Heimat zu wertschätzen. Ein Auslandspraktikum bedeutet immer eine Erweiterung des persönlichen, und oftmals auch des beruflichen Horizonts. weiterlesen »
Benny May 28th, 2011
Ein Praktikum in China absolvieren – das ist trendy, persönliche Entwicklung, ein Karriereschub, …. so heißt es jedenfalls häufig in den Medien und in der Hochschulszene.
China, die aufstrebende Volkswirtschaft, erscheint seit einigen Jahren beinahe täglich in den aktuellen Nachrichten und Karriere-News. Westliche Mittelständler und Konzerne importieren Material aus China, lassen in China produzieren und exportieren ihre eigenen Qualitätsprodukte nach China oder verkaufen sie direkt in China. Dies ist für deutsche Unternehmen Motivation genug, um eigene Leute nach China zu schicken oder vorort Fachleute zu suchen.

In einer nachfolgenden Serie von Artikeln wird auf die Gelegenheit eines Praktikums in China näher eingegangen. Die Serie besteht aus vier Teilen, welche binnen der nächsten 2 Monate abgehandelt werden:
Teil 1 – Motivation – Warum ein Praktikum in China machen?
Teil 2 – Qualifikation – Was wird in China gesucht?
Teil 3 – Sprache – Wie wichtig ist Chinesisch und wie effektiv Chinesisch lernen?
Teil 4 – Suche – Wie ein Praktikum in China finden?
[Um Missverständnisse zu vermeiden: Mit "China" wird in dieser Abhandlung nur die Volksrepublik (VR) China, nicht Taiwan, gemeint. Auch die Sonderhandels-/wirtschaftszonen Macao und Hongkong sind - obwohl zur VR gehörend - aus der folgenden Diskussion ausgenommen und müssten gesondert erläutert werden]
Benny May 23rd, 2011
Ehrlich gesagt bin ich beim Verlag PONS immer etwas skeptisch, denn deren Lernbücher sind mir häufig leicht zu oberflächlich. Hier aber zwei kleine – und sehr günstige – Highlights von PONS: Grammatik für Chinesisch und Japanisch.
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Benny May 19th, 2011
Des einen Leid, der anderen Freud – So kann man es wohl treffend umschreiben.
Während China immer als Land der qualitativ minderwertigen Produkte galt und im Schatten Japans stand, fürchten westliche Unternehmen und Kunden nun verstrahlte Produkte aus Japan sowie Produktionsunsicherheit wegen möglicher Ausfälle durch Erdbeben und Tsunamis. Auch wenn die Angst vor Radioaktivität rational kaum begründbar ist, sinkt die Nachfrage nach japanischen Produkten aus dem Ausland, von Automobilen über Elektronikprodukten bis hin zu Lebensmitteln. Auch die Lieferkette in der deutschen Automobilindustrie hat wegen dem Zusammenbruch japanischer Zulieferer bzw. deren Produktionskapazitäten gelitten und nun werden in Europa Beschaffungsalternativen gesucht, denn Produktionsausfälle sind für die Industrie ebenfalls ein betrieblicher Super-Gau wie ich aus meiner eigenen Erfahrung im Supply-Chain-Management weiß.
Hinzu kommen Skandale wie die (meiner Meinung nach jedoch völlig in den Medien überzogenen) Probleme bei Toyota und Honda, der Datenklau-Skandal bei Sony und viele Lebensmittelskandale durch japanische Hersteller.
In Rahmen meiner Tätigkeiten im Einkauf aus Asien weiß ich allerdings auch, was sich sicherlich auch in der allgemeinen Kundschaft herumsprechen wird: Die Qualität chinesischer Produkte ist zwar nicht immer gewährleistet, aber sie steigt rapide. Der Schlüssel zum Erfolg sind hier gutes Lieferanten-Management sowie Qualitätsmanagement mit Einbindung der Lieferanten. Was viele nicht ahnen: Immer mehr deutsche Unternehmen lassen ihre Produkte mittlerweile nicht nur in China fertigen und montieren, sondern sogar konstruieren und designen. Als Niedriglohn-Land ist China nicht mehr besonders attraktiv, andere Länder in Asien (wie etwa Vietnam) sind weit günstiger. China bleibt dennoch beliebtestes Produktionsland, noch weit vor Indien, da die steigenden Kosten für Löhne, Material und Energie in China durch wachsendes Produktions-Know-How kompensiert werden. Hinzu kommt auch, dass der aufstrebende Mittelstand in China ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein entwickelt hat. Chinesische Firmen werden ihre Produkte also selbst nicht mehr an die eigene Bevölkerung los, wenn die Qualität nicht stimmt. Chinesische Unternehmen werden immer wettbewerbsfähiger, nicht ohne Grund sagen auch die IHKen, das Japan im Vergleich zu China kaum mehr eine bedeutende Rolle im Außenhandelsgeschäft einnimmt und sich auch die japanische Traditionsindustrie nach China verlagert.
Größte Exportpartner für Japan sind die EU, USA und – auf Platz 1 – der chinesische Sprach-/Kulturraum (VR China und Taiwan). Die EU assoziiert mit nuklearen Unfällen den Super-Gau in Tschernobly, ein großer Schatten in der Geschichte der Atom-Energie Europas. Die Angst vor Radioaktivität steckt uns daher besonders in den Knochen und entsprechend ängstlich reagieren nun die Kunden, wie ist es aber mit dem größten Handelspartner Japans: China?
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