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	<title>Chugokugo.de &#187; Benny</title>
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	<description>Blog über Leben, Kultur und Sprache rund um China und Japan</description>
	<lastBuildDate>Sun, 22 Jan 2012 16:53:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das Jahr des Drachens &#8211; 龙年</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 16:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>

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		<description><![CDATA[祝你们新年快乐！身体健康，万事如意！- Wir wünschen Euch ein frohes neues Jahr! Viel Gesundheit und dass alle Wünsche in Erfüllung gehen! In China ist gerade Neujahrfest, das Jahr des Drachens. Das Jahr des Hasen ist vor ein paar Minuten zu Ende gegangen. Was bedeutet das Neujahrfest für Chinesen? Das chinesische Neujahrfest ist das wichtigste Fest in China und wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>祝你们新年快乐！身体健康，万事如意！- Wir wünschen Euch ein frohes neues Jahr! Viel Gesundheit und dass alle Wünsche in Erfüllung gehen!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Jahr des Drachens" src="http://www.chugokugo.de/bilder/longnian.jpg" alt="" width="461" height="302" /></p>
<p style="text-align: left;">In China ist gerade Neujahrfest, das Jahr des Drachens. Das Jahr des Hasen ist vor ein paar Minuten zu Ende gegangen.</p>
<p><strong>Was bedeutet das Neujahrfest für Chinesen?</strong></p>
<p>Das chinesische Neujahrfest ist das wichtigste Fest in China und wird auch (wenn auch in abgewandelter Form) in anderen ostasiatischen Ländern gefeiert, z. B. in Korea. Wegen der immer weiter steigenden Anzahl chinesischer Auswanderer ins Ausland, wird das chinesische Neujahrfest weltweit gefeiert. Chinesisches Neujahr wird jährlich nach dem chinesischen Mondkalender (Bauernkalender) eingeleitet, laut dem die Bauern ihr Getreide pflanzen. Auch wenn im heutigen Alltag der westliche Kalender als Orientierungsquelle dominiert, gilt für Traditionen und ältere Generationen immer noch der chinesische Mondkalender.<br />
Nach westlichem Kalender ist das Datum des chinesischen Neujahrfests immer unterschiedlich. Der Beginn des chinesischen Jahres 2012 (Jahr des Drachens) ist der 23.01.2012 (二零一二年一月二十三日). Silvesterabend (除夕) ist natürlich der Tag davor am 22.01.2012 gewesen. Heute endete also das Jahr des Hasen und der Drache steigt auf.</p>
<p><strong>Was bedeutet der Drache in China?</strong></p>
<p>Der Drache drückt in China Stärke und Macht aus. Während in Europa der Drache immer als großes starkes Tier mit bösen Absichten dargestellt wird, gilt der Drache in China als neutrale Figur, tendenziell sogar mit guten Absichten. Der Drache steht in China für das Gute, nicht für ein böses Wesen.</p>
<p>Der Drache gilt außerdem nicht nur in China als Symbol für ganz China und die Chinesen gelten (zumindest in China) als die Nachfolger des Drachens. Deswegen hat das Jahr 2012 eine besondere Bedeutung für alle Chinesen.</p>
<p>Das wird in China übrigens dazu führen, dass die Geburtenquote in chinesisch geprägten Ländern in den nächsten 12 Monaten nach oben schnellen wird. Es ist eben für Chinesen und chinesisch-kulturell geprägte Menschen nur positiv, ein Kind zu haben, dass im Jahr des Drachens geboren wurde und damit auch den Drachen als Sternzeichen hat.<span id="more-2217"></span></p>
<p></p>
<p><strong>Von wann bis wann feiern die Chinesen das chinesische Neujahrfest?</strong></p>
<p>Die Chinesen beginnen schon zwei Wochen vor dem chinesischen Neujahrfest mit der Vorbereitung. Es gibt bestimmte Regel für die Vorbereitung, die vorschreiben, wann was getan werden soll, um im neuen Jahr Glück zu haben. Heutzutage sind solche Traditionen und Regeln zumindest in den vielen Millionenstädten Chinas auf Grund der Modernisierung und des westlichen Einflusses verschwunden oder werden nur noch als lockere Gewohnheit gesehen. Der Abschluss des Neufahrfests ist das Laternenfest am 15. Tag des neuen Jahres.</p>
<p><strong>Was machen die Chinesen bei chinesischem Neujahrfest?</strong></p>
<p>Zum Neujahrfest gehören auch eigentlich alltägliche Arbeiten, die jedoch zum Neujahrfest besondere Sorgfalt verlangen. Dazu gehören z. B. das Aufräumen der Wohnung, das Vorbereiten des Essens und das Kleben von Sprüchen an die Haustür. Die Sprüche drücken die Hoffnung für das neue Jahr aus und werden auf eine rote Schriftrolle geklebt, welche dann an die Tür gehängt wird. Am Silvesterabend versammeln sich alle Familienmitglieder an einem Tisch und essen gemeinsam. Zum gemeinsamen Essen (chin.:年夜饭 &#8211; Essen des Jahresabends) gehören in Nordchina Maultaschen (饺子) zum Hauptgericht. In Südchina macht man verschiedene leckere Gerichte, Maultaschen sind dabei kein Muss.</p>
<p>Um 24:00 Uhr des Silvesterabends werden Böllerketten gezündet, je lauter desto besser, da die Chinesen glauben, dass die lauten Böller die bösen Teufel und Geister verschrecken. Danach setzt man auch das Feuerwerk mit Raketen und anderen Krachmachern ein, was meistens bis spät in den nächsten Morgen anhält.<br />
Am ersten Tag des neuen Jahres besuchen die Chinesen ihre Verwandten und Freunde und begrüßen sich mit „frohes Neues Jahr “ (chin.: 新年快乐 oder 拜年).<br />
Alle Kinder freuen sich auf das Neujahrfest, weil die Kinder von Eltern und Großeltern rote Taschen bekommen (红包), in welchen sich Geldscheine befinden. Zwar hat das Neujahrfest in China eine ähnlich starke Bedeutung wie Weihnachten in Deutschland, jedoch werden Kinder mit Geld beschenkt und nicht mit Spielsachen. Das Geld nennt man 压岁钱, was ausdrückt, dass die Eltern darauf hoffen, böse Geister und jegliches Unglück von Kindern fern zu halten.</p>
<p>Während des Neujahrfests in China steht ganz China still, Geschäfte und Fabriken haben in der Regel geschlossen. Bereits zwei Wochen vor dem Neujahrfest geht es in China drunter und drüber, inklusive der größten Menschenwanderung der Welt: Die Wanderarbeiter, die nach Hause wollen um zwei Wochen nur mit ihrer Familie feiern zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Demonstration von Vietnamesen gegen China</title>
		<link>http://www.chugokugo.de/index.php/demonstration-von-vietnamesen-gegen-china/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 11:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag den 1. Oktober 2011 haben in Berlin am Alexanderplatz in Deutschland lebende Vietnamesen gegen die jeweiligen kommunistischen Parteien in Vietnam und China demonstriert. Die Demonstranten waren überwiegend ältere Vietnamesen. Diese haben eine harte Zeit hinter sich, viele davon waren wahrscheinlich Flüchtlinge. Ich will diese Demonstration gar nicht werten, jedoch sollte hinterfragt werden, ob die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag den 1. Oktober 2011 haben in Berlin am Alexanderplatz in Deutschland lebende <strong>Vietnamesen</strong> gegen die jeweiligen kommunistischen Parteien in <strong>Vietnam</strong> und <strong>China</strong> demonstriert.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Demo in Berlin - Vietnamesen gegen Kommunisten" src="http://www.chugokugo.de/bilder/berlin/viet-demo2.jpg" alt="" width="500" height="299" /><span id="more-2199"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Demo in Berlin von Vietnamesen gegen China" src="http://www.chugokugo.de/bilder/berlin/viet-demo1.jpg" alt="" width="500" height="299" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Vietnamesen demonstrieren gegen die kommunistische Partei " src="http://www.chugokugo.de/bilder/berlin/viet-demo3.jpg" alt="" width="500" height="299" /></p>
<p>Die Demonstranten waren überwiegend ältere Vietnamesen. Diese haben eine harte Zeit hinter sich, viele davon waren wahrscheinlich Flüchtlinge. Ich will diese Demonstration gar nicht werten, jedoch sollte hinterfragt werden, ob die Aussagen auf dieser Demonstration sowie die Forderungen &#8220;Boykott giftiger Produkte aus China&#8221; so richtig und angemessen sind. Ohne Produkte aus China stünden wir im Westen ganz schön nackt da, außerdem bleiben viele internationale Unternehmen jetzt trotz steigender Löhne in China, weil das Know-How und die Qualität sich dort gerade enorm verbessert.</p>
<p>Vietnam macht nun eine ganz ähnliche Entwicklung durch, gilt jetzt schon als &#8220;das zweite China&#8221;.</p>
<p>Auf der Demonstration hieß es ferner: &#8220;Die vietnamesische Regierung ist feige gegenüber China, aber grausam zum eigenen Volk&#8221;. Es wurde nicht nur gegen die Volksrepublik China, sondern auch gegen die eigene kommunistische Partei Vietnams demonstriert.</p>
<p>Es ist jedoch nicht so einfach und schon gar nicht &#8220;schwarz&#8221; und &#8220;weiß&#8221;, die Geschichte ist kompliziert. In der Kurzfassung: Der Westen hat Vietnam ausgebeutet, woran Vietnam zerbrochen ist, es wurde sich aufgelehnt, eine Gegenhaltung geschaffen, welche den Westen bekämpft. Beide Parteien fühlen sich jedoch aus ihrer Sicht als &#8220;das Gute&#8221;.</p>
<h3>Vietnamesen in Deutschland</h3>
<p>Seit 1970 bewegten sich vietnamesische Auswanderer nach Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern.Viele Vietnamesen kamen als Flüchtling nach Westdeutschland, viele andere konnten in der DDR studieren. Wäre der Vietnamkrieg &#8211; sicherlich einer der brutalsten Kriege die es bisher gab &#8211; nicht gewesen, hätte Deutschland heute wohl kaum eine so große vietnamesische Community in den Großstädten.</p>
<p></p>
<p>Laut dem statistischen Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 2009 leben rund 85 000 Vietnamesen in Deutschland. Die wohl größte vietnamesische Gemeinde findet sich in Berlin, eine Stadt, die vor vietnamesischen Restaurants sowie vor von Deutschvietnamesen betriebenen Bubble-Tea-Läden, Sushi- und China-Restaurants nur so wimmelt.</p>
<p>Man hört immer wieder von Integrationsproblemen, dies gilt nicht jedoch für Deutschvietnamesen, denn diese sind nicht nur nach Statistik, sondern auch wenn man sich die Situation mal mit eigenen Augen in Berlin ansieht, bestens integriert. Selbst diejenigen Deutschvietnamesen, die nicht gerade Bundesminister für Wirtschaft und Technologie sind, schlagen oftmals eine akademische Laufbahn ein und befüllen keine Arbeitslosenstatistik. Positiv erwähnt werden darf auch, dass vietnamesische Unternehmer hier Arbeitsplätze schaffen &#8211; Unternehmertum ist unter Vietnamesen wie auch unter Chinesen Ehrensache.</p>
<h3>Vietnamkrieg</h3>
<p>Der Vietnamkrieg war ein Schlachtfeld im globalen kalten Krieg, bei dem sich der kapitalistische Westen und der kommunistische Osten gegenüberstanden. Während die Hauptkontrahenten die USA und Sowjetunion ohne ausgeuferte Konflikte davon kamen, gab es anderorts große Kriege, wie in Laos, Kambodscha, Korea und Vietnam.</p>
<p>Wie auch beim (im Westen) weniger bekannten Koreakrieg, stemmte sich beim Vietnamkrieg der kommunistische Norden gegen den liberalen Süden. Zu einfach macht sich der Westen es sich jedoch, wenn hier einfach nur (wie während des kalten Krieges üblich) das Gute (der liberale Westen) dem Bösen (der kommunistische Osten) gegenübergestellt wird.</p>
<p>Die Franzosen und Japaner kamen im 19. Jahrhundert nach Vietnam, nicht um liberale Ideologien in das Land zu bringen, sondern um Kolonialherrschaftsansprüche zu stellen und das Land ausbeuten zu können, wobei indirekt (Hunger und Versklavung) und direkt (spätere Schlachten) unschuldige Vietnamesen umkamen. Die Franzosen wurden von den Japanern vertrieben, die wiederum mit der Kapitulation Japans 1945 aus Vietnam vertrieben wurden. Erst dann spielte die vietnamesische Bevölkerung eine nennenswerte Rolle auf dem vietnamesischen Festland. Frankreich beharrte auf seine Kolonie in Vietnam, bot sich jedoch immer auch wieder als ein Partner an, um die Infrastruktur in Vietnam zu modernisieren. Die vietnamesische Bevölkerung wollte dies jedoch nicht hinnehmen, was 1946 den Vietnamkrieg (Indochinakrieg) mit der Bombariderung der Hafenstadt Hải Phòng durch die Franzosen einleitete.</p>
<p>Der Vietnamkrieg war alles andere als eine nationale Angelegenheit. Auf dem Rücken Vietnams wurde ein eiskalter Krieg geführt. Die Franzosen bildeten zusammen mit vietnamesischen Mitspielern, Großbritannien und den USA eine südliche Gegenregierung gegen die nördliche Ho Chi Minhs (Kommunisten) Demokratische Republik Vietnam (die mit Demokratie allerdings auch nicht mehr gemein hatte, als die Demokratische Republik Nordkorea). Die nördlichen Kommunisten wurden später von China und der Sowjetunion finanziell und militärisch unterstützt.</p>
<p>Grund genug für die USA, selbst in den Krieg zu treten, denn die Franzosen (welche bereits finanzielle Unterstützung von den USA erhielten) beschlossen 1954 die koloniale Herrschaft in Vietnam aufzugeben. Es blieben in Südvietnam jedoch Vietnamesen, welche sich weiterhin gegen den kommunistischen Norden auflehnten. Denn auch, dass der chinesische Bürgerkrieg während und nach der Besetzung Chinas durch Japan von den chinesischen Kommunisten gewonnen wurde, war den USA schon ein Dorn im Auge. Mit Vietnam (und Korea) sollte nicht derselbe Weg eingeschlagen werden.</p>
<p>Die USA unterstützte Südvietnam und trat 1965 dann mit eigenen Truppen in den Krieg ein. Der Krieg wurde 1973 verloren, der kommunistische Norden hatte den Krieg gewonnen. Da noch davor der Koreakrieg für beide Seiten (Nordkorea mit China und der Sowjetunion im Hintergrund vs Südkorea mit den USA als Unterstützer) keinen echten Sieg brachte, war der Verlust im Vietnamkrieg für die USA bitter.</p>
<p>Vietnam wurde schließlich 1976 unter den Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint und wird noch heute von einem Einparteien-System der Kommunistischen Partei Vietnams geführt.</p>
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		<title>&#8220;Handlung entsprechend nachahmen&#8221; &#8211; Ausdruck auf Japanisch</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 02:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japanisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Japanischen fällt immer wieder auf, dass Bitten und höfliche Aufforderungen im japanischen Alltag (z. B. in Form von Lautsprecherdurchsagen) sehr verbreitet sind. Entsprechend häufig hört man den japanischen Ausdruck mit der Bedeutung &#8220;bitte tun Sie [etwas] entsprechend unserer Anweisung&#8221;. Wenn man eine Handlung so ausführt (oder um die Ausführung bittet), entsprechend so wie man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Japanischen fällt immer wieder auf, dass Bitten und höfliche Aufforderungen im japanischen Alltag (z. B. in Form von Lautsprecherdurchsagen) sehr verbreitet sind. Entsprechend häufig hört man den japanischen Ausdruck mit der Bedeutung &#8220;bitte tun Sie [etwas] entsprechend unserer Anweisung&#8221;.</p>
<p>Wenn man eine Handlung so ausführt (oder um die Ausführung bittet), entsprechend so wie man es gehört/gesehen/gefühlt hat, dann wird das im Japanischen mit <strong>[Verb1]とおりに[Verb2]</strong> ausgedrückt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Beispiele</span>:</p>
<p>私が言うとおりに、書いてください　- So wie ich es sage, schreiben Sie es bitte (z. B. Lehrerin zu Schülern bei einem Diktat)</p>
<p>相手に教えてもらったとおりに、漢字を書きます &#8211; Entsprechend wie es ein Kollege lehrte, schreibe ich Kanji</p>
<p>料理の本に書いてあるとおりに、餃子を作りました &#8211; So wie es in das Kochbuch geschrieben steht, habe ich Maultaschen gemacht</p>
<p>Der letzte Beispielsatz wird schon ziemlich lang, da hier ein Nomen die Handlung vorgibt und dann noch ein Verb notwendig wurde. Wenn ein Nomen die Handlungsvorlage (z. B. eine Betriebsanleitung oder ein Gesetz) darstellt, kann dies mit <strong>[Nomen<strong>]</strong>のとおりに[Verb]</strong> ausgedrückt werden.</p>
<p>説明のとおりに、材料を煮ました &#8211; Der Betriebsanleitung entsprechend, habe ich die Zutaten gekocht</p>
<p>その線のとおりに、紙を切っていただきませんか &#8211; Könnten Sie bitte das Papier der (Ihnen vorliegenden) Linie folgend schneiden?<span id="more-2185"></span></p>
<p></p>
<p>Weitere Artikel über die <a title="Japanische Grammatik" href="http://www.chugokugo.de/index.php/japanisch/japanische-grammatik/">Japanische Grammatik finden Sie hier (Klick)</a>.</p>
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		<title>Autotuning in Japan – Wie Modifikation zum Standard wird</title>
		<link>http://www.chugokugo.de/index.php/autotuning-in-japan-wie-modifikation-zum-standard-wird/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 10:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel gehört zur Artikelserie: Die japanische Autoindustrie – Zwischen Sparmobil und Innovation. Achtung: Die japanische Autotuning-Szene ist äußerst vielfältig und lässt sich nicht mit diesem Artikel vollständig beleuchten. Ich beschränke mich hier auf das leistungsmäßige Tuning und vernachlässige das reine Schow&#38;Shine-Tuning, welches in Japan ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert hat! Autotuning made in Japan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel gehört zur Artikelserie: <a title="Die japanische Autoindustrie - Zwischen Sparmobil und Innovation" href="http://www.chugokugo.de/index.php/autokultur-in-japan-die-artikelserie/">Die japanische Autoindustrie – Zwischen Sparmobil und Innovation</a>. Achtung: Die japanische Autotuning-Szene ist äußerst vielfältig und lässt sich nicht mit diesem Artikel vollständig beleuchten. Ich beschränke mich hier auf das leistungsmäßige Tuning und vernachlässige das reine Schow&amp;Shine-Tuning, welches in Japan ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert hat!</p>
<h2>Autotuning made in Japan</h2>
<p>Japan ist eine Autonation, ganz ähnlich wie die USA, Deutschland, Italien und Frankreich. Doch Einiges unterscheidet sich von anderen Autonationen, dazu gehört auch das weltbekannte, <strong>japanische Autotuning</strong>. Sicherlich ist Autotuning auch in anderen Autonationen vertreten, insbesondere in den USA und in Deutschland. Aber nirgendwo ist das Autotuning so gesellschaftsfähig und in hoher Qualität verbreitet, wie in der japanischen Straßenverkehrslandschaft.</p>
<p>Die japanischen Autohersteller wissen um die Modifikationslust der japanischen Kunden und gestalten ihre Autos oftmals ganz bewusst tuningfreundlich. So hatten viele erfolgreiche Sportwagen wie der <strong>Nissan Skyline GT-R</strong> und <strong>Toyota Supra Twinturbo</strong> zwar nur die 280 PS (die der freiwilligen Leistungsbeschränkung unterliegen), Motoren und Getriebe waren jedoch für sehr viel mehr Leistung ausgelegt. So wurde nicht viel Modifikation nötig, um die Leistung dieser Fahrzeuge verdoppeln zu können.</p>
<p>Einige japanische Auto-Modelle sind bereits (trotz 280PS) einem Rennwagen sehr nahe und damit schon so gut optimiert, dass diese kaum mehr einer Modifikation bedürften, so zum Beispiel die erfolgreichen Rallye-Allrader <strong>Mitsubishi Evolution</strong> und <strong>Subaru Impreza WRX STi</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Subaru Impreza WRX STi - Bedarf eigentlich keinem Tuning mehr" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/subaru-impreza.JPG" alt="" width="704" height="469" /><span id="more-2136"></span></p>
<p><strong>Autotuning</strong> fängt bereits bei den Serien-Herstellern an, welche teilweise sehr eng mit eigenen (Werkstunern) und sogar mit fremden (Dritt-Tunern) Anbietern zusammen arbeiten. Ähnlich wie auch bei deutschen Automobilmarken, haben japanische Automarken ihre verbündeten Tuner. Der bekannteste und wahrscheinlich erfolgreichste Werkstuner Japans ist <strong>Nismo</strong> (eine eigene Motorsportabteilung von Nissan). Neben den Werkstunern gibt es eine ganze Palette von dritten Tuning-Firmen, welche sich entweder auf eine bestimmte Marke konzentrieren (beispielsweise nur auf Honda) oder auf ein bestimmtes Sportwagensegment (beispielsweise auf turboaufgeladene Fahrzeuge).<br />
</p>
<p>Autotuning ist in Japan ein echter Industriezweig, der einen nicht unwesentlichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausmacht. Autotuning ist also fester Bestandteil japanischer Wirtschaft und Kultur.</p>
<h2 style="text-align: left;">Japanisches Autotuning &#8211; Weltverschlossen und exotisch für uns</h2>
<p style="text-align: left;">Die japanische Autoindustrie ist dafür bekannt, dass sie ihr eigenes Süppchen kocht und nicht immer die ganze Welt an ihren Errungenschaften teilhaben lässt. Viele Automodelle (gerade auch im Sportwagen-Segment) wurden überhaupt nicht oder nur begrenzt nach Japan exportiert. Der <strong>Impreza WRX STi spec C TYPE RA 2005 </strong>zum Beispiel wurde auf 350 Exemplare limitiert und ausschließlich in Japan verkauft. Die <strong>Nissan Skyline GT-R</strong> wurden im Westen nur in Ländern mit Rechtsverkehr vertrieben, man mochte sich wohl keinen hohen Aufwand für Linkslenkersysteme machen. So kommt es, dass Hongkong, Malaysia, Australien und Großbritanien heute noch die Hochburgen für Nissan Skylines außerhalb Japans sind.</p>
<p style="text-align: left;">So verwundert es nicht, dass sehr viele Tuning-Sets nicht im Ausland verkauft wurden und hierzulande nur als spezielle Importe zu haben sind.</p>
<p style="text-align: left;">Ein positives Beispiel &#8211; obwohl doch ein recht ausgefallenes Konzept &#8211; ist der sportliche Kleinwagen <strong>Nissan Pulsar GTI-R</strong>. Dieser wurde in Europa (jedoch mit mäßigem Erfolg) als Nissan Sunny GTI-R verkauft, jedoch mit 220 PS statt mit 230 PS (in Japan). Der Motor, ein SR20DET, war der gleiche, welcher auch im Nissan 200SX Turbo S14 und S14a verbaut wurde (in Japan bereits im Vorgängermodell S13).<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Nissan Sunny GTI-R (oder Nissan Pulsar GTI-R)" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/nissan-sunny.JPG" alt="" width="704" height="511" /></p>
<p>Der <strong>200SX S13</strong> ist sowieso ein Paradebeispiel von westlicher Verwirrung, die von einem japanischen Hersteller gestiftet wurde. Der 200SX S13 hatte in Deutschland zwar diese Bezeichnung, jedoch einen CA18DET Motor (also mit 1,8 Litern Hubraum und Turboaufladung). In den USA wurde ein Sauger-Motor mit 2,4 Litern Hubraum (Motor KA24DE) verbaut und der Wagen daher konsequenterweise 240SX genannt. In Japan startete der S13 wie in Deutschland mit dem CA18DET Motor und wurde 180SX genannt. Dann folgte ein SR20DET Motor und die Bezeichnung änderte sich entsprechend. Der bessere Motor SR20DET kam in Deutschland als Upgrade erst im Nachfolger Nissan 200SX S14 (welche in Japan serienmäßig immer mehr Leistung hatten, als in restlichen Verkaufsmärkten!). Verwirrt? Verständlich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Mazda RX8 - Beliebstes Tuningfahrzeug in Japan und anderswo auf der Welt" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/mazda-rx8.JPG" alt="" width="704" height="333" /></p>
<p>In Japan gibt es auch reichlich Tuning für Modelle, welche hier als recht sparsam und langweilig gelten. Beispielweise ist der Mazda MX5 in der westlichen Welt zwar eines der erfolgreichesten Cabrios, gilt jedoch als leistungsschwach. In Japan sind für dieses Modell Tuning-Umbauten gängig, welche den Fahrspaß versprechen, welche bereits die sportliche Form des Wagens ursprünglich vermuten lässt.</p>
<p>Ein großer Heckspoiler dazu, ein Bodykit und ein tiefes Fahrwerk, fertig ist die kleine Rennsemmel!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Mazda MX5, sieht nach Spaß aus!" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/mazda-mx5.JPG" alt="" width="704" height="469" /></p>
<h2>Japanischer Rennsport</h2>
<p>Japan hat mehr <strong>Rennstrecken</strong> als Deutschland, jedoch sind die meisten davon sehr klein und wenig herausfordernd. Nennenswert unter den bekannten Rennstrecken sind der Fuji Speedway, Okayama International Circuit, Suzuka International Circuit, Sportsland SUGO Racing Track und der Tsukaba Circuit. Die Rennstrecken sind teilweise vom Kurs her mit dem Hockenheimring oder Eurospeedway vergleichbar. Ein japanischer Nürburgring mit Nordschleife findet sich in Japan nicht.</p>
<p>Dafür sind die <strong>japanischen Bergstraßen</strong> beliebter Schauplatz für offizielle (und vor allem auch inoffizielle) Rennen und Driftevents. Internationale Bekanntschaft erreichten diese Straßen durch Anime-Serien wie Initial D ( 頭文字D) und andere Serien und Realverfilmungen aus Japan, Taiwan und den USA.<br />
Auf den <strong>japanischen Autobahnen</strong> herrscht ein strenges Speedlimit. Serienmäßig sind japanische Autos (und auch Polizeiwagen &#8211; dies ist kein Klischee aus <em>Tokyo Drift</em>) bei 180 km/h elektronisch abgeriegelt und auch die Tachos haben keine Skala, die über 180 km/h hinaus geht.</p>
<p>In der Tuningszene mit Fokus auf Leistungssteigerung ist es jedoch Ehrensache, diese elektronischen Speeren abzuschalten und einen Tacho mit einer Skala zu verbauen, welche der tatsächlichen Leistung entspricht (beispielsweise Nismo-Tacho mit bis zu 330 km/h).</p>
<p>Japanischer offizieller und inoffizieller <strong>Motorsport</strong> ist vielfältig. Beliebt sind <strong>Beschleunigungsrennen</strong> sowie <strong>Rundkurse</strong> (auf Rennstrecken). <strong>Hochgeschwindigkeitsrennen</strong> sind in Japan offiziell kaum möglich, werden jedoch teilweise auf den japanischen Autobahnen illegal praktiziert. International bekannt und auch durch japanische und US-amerikanische Verfilmungen populär wurden die japanischen Drift-Events. Diese finden offiziell auf Rennstrecken oder oft auch inoffziell und illegal im Straßenverkehr statt, vornehmlich auf den bereits genannten Bergstraßen und in Industriegebieten.</p>
<h2>Japanische Tuning-Hochburgen &#8211; Wo sammeln sich japanische Tuner?</h2>
<p>Japanische Tuner sind überwiegend in/um Tokyo ansäßig, meistens in der Hafenregion Shinagawa (z. B. Nismo), Yokohama oder in der Präfektur Saitama (z. B. M-TEC [Mugen]).</p>
<p>Wer in Japan unbedingt auf die richtige Tuningsszene treffen möchte, wird eher nicht in den Stadtbereichen Tokyos fündig werden (also gerade nicht das, was im Film &#8220;The Fast and the Furious &#8211; Tokyo Drift&#8221; so zu sehen war), sondern in Yokohama oder in der Region um den Fuji-Berg. Die weltbekannte Firma HKS ist zum Beispiel in der Shizuoka-Präfektur 静岡県 ansäßig. Nicht weit entfernt ist auch ein Vergnügungspark mit vielen Achterbahnen und der prominente Fuji Speedway 富士スピードウェイ. Sportwagen von Toyota und Lexus werben beispielsweise mit einer Antriebs- und Fahrwerksabstimmung auf dem Fuji Speedway.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Mitsubishi Evo 6 - Aufgenommen in der Nähe des Fuji Speedways" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/mitsubishi-evo6.JPG" alt="" width="704" height="469" /></p>
<h2>Illegale Straßenrennen in Yokohama &#8211; Das Herz der japanischen Tuningszene</h2>
<p>Wer Tuning-Treffen mit Neon-Beleuchtung und illigalen Straßenrennen sehen will, der muss nach Yokohama kommen. Yokohama ist wahrscheinlich die Stadt mit den meisten illegalen Straßenrennen auf der Welt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Yokohama - Skyline" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/yokohama/yokohama-skyline.JPG" alt="" width="704" height="470" /></h2>
<p>Wer die Tuningtreffen sehen möchte, sollte an einem Samstagabend nach Yokohama kommen und dort Ausschau halten. Viele Jugendliche wissen wo man suchen muss, diese kann man einfach ansprechen und fragen. Auch viele Taxifahrer wissen Bescheid und können die häufigsten Treffpunkte zeigen.</p>
<h2> Import von japanischen Sportwagen &#8211; Exoten</h2>
<p>Dem Import von japanischen Fahrzeugen werde ich noch einen eigenen Artikel widmen. Jedoch so viel vorweg: Es ist möglich und es gibt spezialisierte Firmen, welche durchaus einen reibungslosen Import hinbekommen und gute Wagen liefern können. Zu einem Import gehört nicht nur die Verschiffungen, sondern ein vollständiger Import schließt folgende Schritte ein:</p>
<ul>
<li>Suchen eines geeigneten Fahrzeugs nach Kundenwunsch</li>
<li>Handel mit dem Verkäufer in Japan</li>
<li>Sicherstellung der Fahrzeugpapiere</li>
<li>Ausgangs-Verzollung in Japan</li>
<li>Verschiffung</li>
<li>Eingangsverzollung (meist über Umweg nach England)</li>
<li>Überführung zum Zielort nach Deutschland</li>
<li>TÜV-Abnahme in Deutschland</li>
</ul>
<p>Es gibt einige Firmen, die solchen Service anbieten. Einige Beispiele:</p>
<ul>
<li><a title="JDM Power" href="http://www.jdm-power.de/">www.jdm-power.de</a> &#8211; Auf japanische Turbo-Antriebe spezialisiert, Import japanischer Fahrzeuge möglich</li>
<li><a title="JM-Imports" href="http://www.jm-imports.de">www.jm-imports.de </a>- Auf Import japanischer Sportwagen spezialisiert</li>
<li><a title="rhd-speedmaster.de" href="http://www.rhd-speedmaster.de">www.rhd-speedmaster.de</a> &#8211; Auf Import von Fahrzeugen aus Japan spezialisiert</li>
</ul>
<p>Japanische Gebrauchtwagen werden in Japan vor allem über Auktionen an andere Händler verkauft. Dies ist für Unerfahrene ohne Japanischkenntnisse zu kompliziert.</p>
<p>Wissen sollte man jedoch auch als Kunde eines Importeurs folgendes:</p>
<p>Jedes Auto wird vor Auktion von einer Jury begutachtet. Das Exterieur wird dabei mit einer Grade zwischen 5 (neuwertig) bis 1 (beschädigt) bewertet. Das Interieur mit einer Grade zwischen A (ausgezeichnet, sehr sauber) bis D (dreckig, beschädigt).</p>
<p>Bei jedem Import sollte man sich genau erkundigen, welche Grade das Importauto von der japanischen Auktion erhalten hat! Grades besser als 4.0 (also 4.5 oder 5.0) sind sehr selten!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="NIssan Skyline R32 und im Hintergrund ein Mitsubishi Eclipse 2G" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/nissan-skyline-r32.JPG" alt="" width="704" height="495" /></p>
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		<title>Die japanische Autoindustrie &#8211; Zwischen Sparmobil und Innovation</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 20:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel gehört zur Artikelserie: Die japanische Autoindustrie – Zwischen Sparmobil und Innovation Am Anfang war die Kopie des Originals Eigentlich sind die Japaner erst spät in die Automobilindustrie eingestiegen. Bereits 1866 hatte der Deutsche Nikolaus August Otto den Viertaktmotor &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; am Start und noch davor hatten andere Tüftler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel gehört zur Artikelserie: <a title="Die japanische Autoindustrie - Zwischen Sparmobil und Innovation" href="http://www.chugokugo.de/index.php/autokultur-in-japan-die-artikelserie/">Die japanische Autoindustrie – Zwischen Sparmobil und Innovation</a></p>
<h2>Am Anfang war die Kopie des Originals</h2>
<p>Eigentlich sind die Japaner erst spät in die Automobilindustrie eingestiegen. Bereits 1866 hatte der Deutsche Nikolaus August Otto den Viertaktmotor &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; am Start und noch davor hatten andere Tüftler aus Deutschland, Frankreich und England halbtaugliche Ansätze eines Automobils.</p>
<p>Die Anfänge der japanischen Automobilindustrie ähneln ein wenig den Anfängen der chinesischen Autobauern der letzten 15 Jahre. Ein Japaner namens Fusazō Mori (森 房造, Mori Fusazō) wurde 1903 auf etwas aufmerksam, was von einem anderen Land (den USA) präsentiert wurde: Autos und Busse zum Personentransport. Die damalige Faszination des Gesehenen steckt bereits im japanischen Wort 自動車 (じどうしゃ): ein sich selbstständig bewegender Wagen<br />
Zu Anfang wurde eigentlich nur von den Fortschritten in den USA, Deutschland, Frankreich und England kopiert, das Gesehene wurde versucht nachzuahmen, teilweise mit schnellen Erfolgen. Der erste Benziner soll bereits 4 Jahre später (1907) gefahren sein und auf einer Kopie eines französischen Automobils beruhen.</p>
<p></p>
<p>Noch bis in die 90er Jahre sahen die rostenden <del>Todesfallen</del> Kleinwagen aus Japan nicht besonders konkurrenzfähig aus und so wurden japanische Autos in Europa und Amerika eher belächelt &#8211; was sich als schwerer Fehler herausstellte. Als würde es dem Westen an Lernfähigkeit fehlen, wurden auch die süd-koreanischen Autohersteller noch etwa bis vor 15 Jahren ebenfalls belächelt, zumindest Hyundai ist nun aber ein schwerer Gegner und die koreanische Oberklasse fest in der Hand der koreanischen Autoindustrie. Nun werden chinesische Autohersteller kritisch betrachtet und die Entwicklung tendenziell sehr ernst genommen&#8230; man hat also doch aus der Vergangenheit gelernt (?)</p>
<p>Was jedoch heute außer Frage steht: Die japanische Autoindustrie ist seit den letzten 30 Jahren sehr erfolgreich und geprägt von Innovationen in Produkt und Produktion.<span id="more-2101"></span></p>
<h2>Internationaler Markt wurde stiefmütterlich behandelt</h2>
<p>Interessant ist, dass Japan zwar ein großer Automobil-Exporteur ist (das bedeutet, dass in Japan Autos gebaut und ins Ausland verkauft werden), japanische Automobilhersteller sich vor allem in der Vergangenheit eher an der heimische Binnennachfrage (also japanische Kunden) orientiert haben. Ob es tatsächlich korrekt ist, bleibt offen, aber zumindest unter den Fans der japanischen Automobile gilt die stiefmütterliche Behandlung des ausländischen Marktes als Mitverursacher der Krisen in der japanischen Autoindustrie. In der Autoszene sind japanische Hersteller auch dafür bekannt, die exklusivsten Automobile &#8211; insbesondere Sportwagen &#8211; nur innerhalb Japans zu vertreiben und eben nicht zu exportieren oder maximal (dies galt insbesondere für viele gehobene Sportvarienten) nur in Ländern mit Rechtsverkehr anzubieten. Große Umstände für ausländische Kunden schienen sich japanische Hersteller nicht machen zu wollen.</p>
<p>Allerdings ist eine geringe Umbruchstimmung zu spüren, welche wahrscheinlich das Resultat der letzten zehn japanischen Krisenjahre im Automobilsektor ist. Beispielsweise wurden keine Nissan Skyline GT-R (die sportlichsten Nissan-Modelle) in das Ausland mit Linksverkehr exportiert. Der neueste GT-R (Nachfolger des Nissan Skyline GT-R) wird nun jedoch beinahe auf der ganzen Welt angeboten und ist je nach Vertriebsland als rechts- oder linkgsgelenkte Variante zu haben und bereits ein ziemlicher Markterfolg.</p>
<h2>Wachstum mit Sparmobilen</h2>
<p>Japanische Autos sind in der Welt jedoch &#8211; abgesehen von der Autotuningszene &#8211; eher nicht für Sportwagen oder Luxuslimosinen bekannt. Japanische Wagen (oder häufig auch leicht abwertend: &#8220;Reiskocher&#8221;) stehen eher für günstige Sparmodelle mit wenig Hubraum und geringem Benzinverbrauch. Auch die Turboaufladung (als Unterstützung für kleinere Motoren) wird vor allem japanischen Automobilen zugeschrieben (in der Tat sind die meisten japanischen und deutschen Autohersteller diejenigen, die Turbo-/Kompressor-Aufladung am meisten einsetzen, BMW ist aber zum Beispiel nicht gerade Fan der Aufladung und Honda lehnt Turbos generell ab).</p>
<p>In China stehen japanische und koreanische Autos für günstige Sparmodelle. Wer was von sich hält, greift in China unbedingt zu einem deutschen Automobil. Wer meint, das liegt an der grundsätzlichen Rivalität zwischen China und Japan, könnte Recht haben. Allerdings ist das Bild in Deutschland gar nicht so viel anders. Während hierzulande deutsche Autos als kraftvoll empfunden werden und französische Autos als elegant, gelten japanische Autos eher als günstige &#8211; aber zuverlässige &#8211; Sparbüchsen. Japanische Sportwagen sind in Deutschland und auf der ganzen Welt (außer Japan) im Vergleich nie richtig erfolgreich gewesen. Sparsame Autos sind immer das Zugpferd der japanischen Autoindustrie gewesen und hatten Toyota einst zum weltweit größten Automobilhersteller (nach Absatzzahlen) gemacht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Zuverlässige Kleinwagen machen auch in Japan den Hauptanteil der Umsätze aus " src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/klein-wagen.JPG" alt="" width="584" height="389" /></p>
<p>Daher bemüht sich auch die japanische Autoindustrie sehr in China, denn das dortige Wachstum und der aufstrebende Mittelstand in China und anderen Schwellenländern sind eine große Chance für die japanische Industrie.</p>
<p>Fans japanischer Automobile vermissen aktuelle Sportwagenmodelle. Früher gab es von Honda den NSX, von Toyota den Supra und von Mitsubishi den 3000GT, heute fehlen äquivalente Modelle und die Hersteller scheinen sich auf ihre Kleinwagen- und Mittelklasse-Sparten zu konzentrieren. Ob dies der richtige Weg ist, sollte zur Debatte stehen, dennoch die Identifikation der Japaner mit ihren Marken mag ja leicht fallen, aber Autofahrer in anderen Ländern könnten auch gut ohne japanische Automarken leben. Die Geschichte hat oftmals gezeigt, dass große Vorzeige-Modelle (selbst wenn diese keine guten Verkaufszahlen haben) das Prestige einer Marke anheben und Rennsporterfolge für ein besseres Image sorgen. Der Verzicht auf Sportwagen mit Power und der Ausstieg von Honda und Toyota aus der Formel 1 könnten sich langfristig sehr nachteilig auswirken.</p>
<h2>Hohe Zuverlässigkeit &#8211; mit Ausnahmen</h2>
<p>Japanische Autos stehen für Zuverlässigkeit nicht nur hier, sondern in der ganzen Welt. Wer TV-Dokumentationen über Safaris in Afrika oder Australien anschaut, sollte mal auf die Safari-Geländewagen achten, häufig sind diese nämlich von Nissan, Mitsubishi oder besonders häufig von Toyota. In Deutschland fielen japanische Automarken und ganz besonders Toyota bei TÜV- und ADAC-Statistiken als besonders zuverlässig auf.</p>
<p>Im Jahr 2010 gab es einen herben Rückschlag für den bis dahin als sehr zuverlässig und vorbildlich geltenden Hersteller Toyota. Probleme mit Bremsen und Gaspedalen haben einen internationalen Skandal ausgelöst und das Image von Toyota fing an zu bröckeln. Honda hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass andere Hersteller (auch aus Deutschland, ganz besonders aber aus den USA) vergleichbare Probleme hatten, diese jedoch in den Medien nicht so ausgeschlachtet wurden, wie es mit Toyota der Fall war. Da japanische Autohersteller von anderen Autoindustrien immer als großer Konkurrent gesehen werden, welche lieber einmal zu wenig als zu viel gelobt werden, und weil Toyota einen unheimlich guten Ruf hinsichtlich Zuverlässigkeit und Kundenorientierung genossen hat, schienen die Probleme ein gefundenes Fressen gewesen zu sein.</p>
<h2>Japanische Autohersteller haben die Welt verändert</h2>
<p>Japanische Autos sind eher weniger typische Kostenträger für neue Technologien und Erfindungen. Die Oberklasse ist vor allem in der Hand deutscher Automobilhersteller und diese sind auch eher die Finanzierer von neuen Technologien. Wer die Automobilbranche wachsam im Auge hat, weiß, dass neue Techniken in der Regel zuerst in der Oberklasse zum Einsatz kommen. Zwar glauben viele Fans japanischer Automobile, dass japanische Hersteller neue Technologien entwickeln und installieren, in Wahrheit sind japanische Hersteller jedoch eher diejenigen, die bestehende Technologien verwenden und für alltagstaugliche Anwendungen optimieren. Wer die neueste Technik sucht, wird also eher die deutsche Oberklasse als japanische Autos ins Auge fassen müssen. Anders sieht es jedoch bei der Organisation und Produktion aus, hier waren japanische Hersteller Lehrmeister für den Westen.</p>
<p>Denn Japanische Produktionskonzepte haben den Westen &#8211; und gerade auch die Autoindustrie Deutschland &#8211; stark geprägt. Das Toyota Produktionssystem (TPS) ist das bekannteste Beispiel und setzt sich aus einer Vielzahl von Methoden und Konzepten der <a title="Prozessoptimierung" href="http://www.der-wirtschaftsingenieur.de/index.php/prozessfolge/" target="_blank">Prozessoptimierung</a>, Fehlervermeidung (z. B. <a title="Poka-Yoke-Fehlervermeidung" href="http://www.der-wirtschaftsingenieur.de/index.php/poka-yoke-kaizen/" target="_blank">Poka-Yoke</a>) und <a title="Kaizen - kontinuierliche Verbesserung" href="http://www.der-wirtschaftsingenieur.de/index.php/kaizen/" target="_blank">kontinuierlicher Verbesserung</a> zusammen. Das TPS ist auch eine Vorlage z. B. für das Bosch Produktionssystem und das Daimler-Benz Produktionssystem.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Lexus im Toyota-Haus in Ikebukuro (Tokyo)" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/lexus.JPG" alt="" width="584" height="389" /></p>
<h2>Japanische Invention und Innovation</h2>
<p>Wie bereits angedeutet, kommen viele Technologien nicht aus Japan, wurden jedoch durch japanische Firmen für die breite Masse zugänglich gemacht und beworben. Daraus resultieren einige Innovations-Mythen über japanische Autohersteller. Bevor man sich mit Innovations-Mythen befasst, sollte man wissen, was <a title="Innovation und Innovationsmanagement" href="http://www.der-wirtschaftsingenieur.de/index.php/innovationsmanagement/" target="_blank">Innovation</a> eigentlich bedeutet. Innovation bedeutet nämlich nicht Invention (Erfindung), sondern erfundene Techniken/Materialien sinnvoll und nach entsprechender Erprobung einzusetzen und Anwendungen daraus zu entwickeln.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Allradlenkung kommt aus Japan</span>: Nicht nur Allradantrieb verbessert das Fahrverhalten, sondern auch die seltenere Allradlenkung. Von der Idee her kommt diese Technik zwar nicht aus Japan, denn die erste Allradlenkung stammt aus den 30er Jahren und wurde von Mercedes erfunden und das erste Mal mit einem Geländefahrzeug vermarktet, die Etablierung am Markt geschah jedoch fast nur durch japanische Automobilhersteller. Während deutsche und andere Hersteller Allradlenkung beinahe vergaßen, hatten japanische Autobauer Allradlenkung insbesondere für Sportwagen eingesetzt &#8211; und das mit regelmäßiger Weiterentwicklung und guten Markterfolgen. Das erste Großserienfahrzeug mit serienmäßiger Allradlenkung war das Sportcoupe Honda Prelude. Mazda hatte Allradlenkung im 626 GD eingesetzt, Nissan im 300ZX und Skyline, Mitsubishi im Sigma und 3000GT. Die Allradlenkung sollte die Fahrstabilität und Agilität verbessern. Allradlenkung ist heute jedoch nicht mehr so attraktiv, da Fahrzeuge durch die Bauteile für Allradlenkung teurer und schwerer werden. In Deutschland kommt die Allradlenkung heute noch von BMW zum Einsatz.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Der Hybrid-Antrieb wurde von Toyota erfunden</span>: Nein, das stimmt sicher nicht. Toyota hat sich mit Hybrid-Technologie für Antriebe erst seit 1977 beschäftigt und schien erst ab 1990 Erfolge verzeichnen zu können. Inventoren sind hier wiedermal Mitteleuropäer. Als Pionier gilt Ferdinand Porsche, der Gründer eben jener bekannten Sportwagen-Marke in Deutschland. Toyota ist aber dennoch ein großer Innovator auf dem Gebiet, denn Toyota ist der erste Automobilhersteller, der den Hybridantrieb im japanischen und westlichen Verkehrsalltag etablieren konnte. In Deutschland ist der Toyota Prius Hybrid bereits sehr erfolgreich und sogar häufiges Taxi in Berlin. Hybridmotoren sind jedoch eher nicht die Zukunft, sondern nur eine Übergangsphase. Der Weg führt zu alternativen Antrieben bzw. alternativen Energiequellen und Hybrid ist wahrscheinlich eher deshalb erfolgreich, weil die Autofahrer zwar weg vom Öl wollen, jedoch auch noch nicht ganz auf das überall verfügbare Benzin/Diesel verzichten können.<br />
Interessant ist viel mehr die Entwicklung der Elektrofahrzeuge durch japanische Autobauer.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Japaner mögen nicht viel Hubraum</span>: Das kann man schon behaupten, auch wenn sich hier im letzten Jahrzehnt einiges verändert hat. Der Nissan GT-R beispielsweise hat einen 3,8 Liter hubraumstarken V6 (Twin-Turbo). Das ist für japanische Verhältnisse geradezu ein Hubraum-Monster. Der Vorgänger Skyline GT-R hatte einen 2,6 Liter großen Reihensechser als Antriebsquelle. Die älteren Sportwagen der japanischen Vorstellung von Oberklasse wie Honda NSX, Toyota Supra oder Nissan 300ZX hatten nicht mehr als 3,0 Liter Hubraum. Viele erfolgreiche Sportwagen aus dieser ostasiatischen Volkswirtschaft haben sogar nur 2,0 l Hubraum, meistens mit Turbo-Aufladung und 280 PS.  Der Mazda RX7 hat einen Wankelmotor mit nur 1,3 Litern Verbrennungsraum und schafft (dank Turbolader) gute 280 PS. Der Honda S2000 leistet aus 2,0 Litern immerhin 240 PS ganz ohne Zwangsbeatmung durch Turbolader.<br />
Es geht aber auch anders: Japanische Oberklassenmodelle von Infinity (Nissan) und Lexus (Toyota) haben auch Geländewagen und Limousinen mit V8-Motoren und mehr als 4,0 Litern Hubraum im Programm. Dennoch sind V8 von japanischen Herstellern eher die Ausnahme und eher der Schritt zum US-amerikanischen Markt, in welchem traditionell großvolumige Motoren nachgefragt werden.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Honda hat die variable Nockenwellenverstellung erfunden</span>: Leider nein, die japanische Version VTEC ist zwar eine Weiterentwicklung und hat ihre Besonderheiten, die ersten Ideen kamen jedoch aus den USA, Deutschland und England. VTEC ist jedoch ein großes Marketing-Label von Honda und ziemlich erfolgreich &#8211; quasi ein Symbol für die Sportwagenmodelle von Honda. Auch andere Hersteller von überall her haben ihre Technologien zur Nockenwellenverstellung, jedoch wirbt kein Hersteller damit so sehr wie Honda.</p>
<p>- <span style="text-decoration: underline;">Japaner haben den Wankelmotor erfunden</span>: Das einzige in Deutschland zurzeit erhältliche Fahrzeug mit Wankelmotor ist der Mazda RX8. Der Vorgänger RX7 ist zwar in Deutschland gefloppt, machte den Wankelmotor jedoch auch im Motorsport der Welt zum Gesprächsthema. Der Motorsound ist sehr turbinenartig, damit sehr interessant und bringt eine besondere Charakteristik. Mazda hat zudem auch Konzepte für einen Relaunch des Wankelmotors für den Supersportwagen-Sektor. Auch andere japanische Hersteller wie Toyota, Nissan, Suzuki und Kawasaki hatten/haben Wankelmotoren im Programm. Aber erfunden hat jedoch weder Mazda noch irgendein anderer japanischer Hersteller den Wankelmotor. Erfinder (und Namensgeber) war Felix Wankel &#8211; ein Deutscher &#8211; und der erste richtige Vermarkter des Antriebs der deutsche Autobauer NSU. Einen Wankelmotor zu fahren ist zwar exotisch, jedoch eigentlich eine heimische Technologie. Dennoch ist Mazda der derzeitige Innovator bei Wankelmotoren im Automobilbereich, mit dem Mazda RX8 Hydrogen RE gibt es längst auch einen Zwei-Scheiben-Wankelmotor, der mit Wasserstoff und Benzin betrieben werden kann.</p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong>: Japanische Automobil-Hersteller sind eher nicht so sehr die Inventoren, dafür aber große Innovatoren, denn sie schaffen es, alltagstaugliche Anwendungen zu schaffen, die für eine breite Kundschaft bezahlbar ist. Innovation bedeutet hier also, die aus der Forschung gewonnenen Kenntnisse sinnvoll zu nutzen. Japanische Autobauer haben ihre Nischen gefunden, für die sie werben und für die sie auch Bekanntschaft erreicht haben. So steht Subaru für Boxer-Motoren und Allradantriebe, Honda für VTEC und Hochdrehzahlmotoren, Nissan für turboaufgeladene Driftmaschinen und Toyota irgendwie für alles ein bisschen, aber ganz besonders für einen (immer noch) zuverlässigen Massenauto-Anbieter.</p>
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		<title>Suche – Wie ein Praktikum in China finden?</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 10:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Suche nach einem Praktikum in China und die Bewerbung auf eine Stelle ist etwas kniffelig, denn gewissermaßen betritt man mit einer Bewerbung nach China schon das Ausland und begibt sich auf unbekannte Gefilde. Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China. Wie und wo ein Praktikum in China suchen? Erst mal muss man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suche nach einem <strong>Praktikum in  China</strong> und die Bewerbung auf eine Stelle ist etwas kniffelig, denn gewissermaßen betritt man mit einer <strong>Bewerbung nach China</strong> schon das Ausland und begibt sich auf unbekannte Gefilde.</p>
<p>Dieser Artikel gehört zur <a title="Praktikum in China" href="../index.php/praktikum-in-china-die-serie/">Artikelserie – Praktikum in China</a>.</p>
<h2>Wie und wo ein Praktikum in China suchen?</h2>
<p>Erst mal muss man es so sehen: Ein Praktikum in China ist schon in der Regel ein kleiner Karriereschub. Bestenfalls lernt man viel fachlich Relevantes im Praktikum, auf jeden Fall aber wird das Praktikum einen jungen Menschen persönlich sehr prägen. Die Überwindung des Kulturschocks, das Hantieren mit der fremden Währung, das Einarbeiten in die chinesischen Verhaltensweisen, die Gewöhnung an chinesischen Wohnraum und an das Essen, das Zurechtfinden in einer fremden Sprache und in einem Land mit eher schlechten Englischkenntnissen und das (beinahe obligatorische) Heimweh, das alles muss erst mal gemeistert werden. Dementsprechend wollen viele junge Menschen ein Praktikum in China &#8211; der aufstrebenden Volkswirtschaft &#8211; machen. Die Arbeit des Bewerbens für ein Praktikum in China lohnt sich also.</p>
<p><span id="more-1958"></span></p>
<p></p>
<h4>Die eigene Qualifikation reflektieren</h4>
<p>Ein hilfreiches Vorgehen ist, sich zuerst einmal eine Stunde vor ein weißes Blatt Papier zu setzen und mal die eigenen Kenntnisse und Qualifikationen aufzuschreiben &#8211; vielleicht sollte man dafür nur die obere Hälfte des DIN A4 Blatts nutzen. Danach schreibt man auf die untere Seite des Papierblatts die Erfahrungen und Tätigkeiten (Projekte, Jobs, Engagement), welches die Qualifikationen untermauern und belegen. Diese Zusammenhänge sollten dann auch in der Bewerbung auftauchen!</p>
<p>Leider werden in China viele Fachrichtungen beinahe überhaupt nicht gesucht. Siehe Artikel <a title="Qualifikation - Was wird für ein Praktikum in China gesucht?" href="http://www.chugokugo.de/index.php/qualifikation-was-wird-in-china-gesucht/">Qualifikation &#8211; Was wird in China gesucht?</a> Allerdungs gilt es hier nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern Nebenqualifikationen zu suchen, welche auf die vorhandenen Stellenausschreibungen passen könnten. Hier sollte ein bisschen Kreativität helfen! In einer Bewerbung wirbt man immerhin für sich und da darf man sich gerne mal bei der Produktwerbung inspirieren lassen! Man darf nicht lügen, aber das Positive sollte herausstechen! Ein &#8220;Sparmenü&#8221; heißt ja auch nicht &#8220;kleines Menü&#8221; und ein &#8220;Maxi-Menü&#8221; nicht &#8220;teures Menü&#8221;!</p>
<h4>Beziehungen finden und nutzen</h4>
<p>Nicht jeder hat das Pech, keine guten Beziehungen in der Familie zu haben. Der Onkel arbeitet bei Volkswagen? Ein Bekannter bei Bosch? Ein Freund bei Siemens? Ja wunderbar! Gleich anrufen und die Situation erklären, oft ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten! Generell sollte man mit Menschen reden und ihnen von dem Vorhaben erzählen, manchmal kommen diese (oft zu einem Zeitpunkt, an dem man es nie erwartet hätte) mit einer Überraschung im Gepäck auf dieses Anliegen zurück.</p>
<h4>Im Internet nach Praktika suchen</h4>
<p>Hier kein allgemeines Blabla, sondern konkrete Infos:</p>
<p>monster.de &#8211; Ein gutes Jobportal mit phasenweise vielen Praktikumsstellen in China</p>
<p>jobs.chinaweb.de &#8211; Manchmal sind hier ein paar interessante Stellen verzeichnet</p>
<p><a href="http://www.kopra.org/">www.kopra.org</a> &#8211; Das mit Abstand beste Portal für Praktika in Asien mit reichhaltigem Jobangebot in China!</p>
<p>Was ich keinesfalls empfehlen kann, sind Praktikumsvermittlungen gegen Entgelt!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mein persönlicher Geheimtipp ist jedoch folgender</span>:</p>
<p>Das Business Netzwerk <a href="http://www1.belboon.de/adtracking/030f2b0886c0024cdb003f18.html" target="_blank">XING &#8211; Globales Networking für Geschäftsleute</a> hat Kontaktinformationen zu sehr vielen Mitarbeitern mit Führungsposition und Personalverantwortung. Hier kann man an Stellen kommen, die sonst nur intern vergeben werden oder noch gar nicht existieren!</p>
<p><center><br />
<a href="http://www1.belboon.de/adtracking/030f2b0886c0024bff003f18.html" target="_blank"><img src="http://www1.belboon.de/adtracking/030f2b0886c0024bff003f18.img" border="0" width="200" height="100" alt="" /></a><br />
</center></p>
<p>Als ich ein Praktikum in Japan in der Logistik gesucht habe, hatte ich gezielt Mitarbeiter bei deutschen und japanischen Firmen gesucht, die in der gewünschten Fachrichtung tätig waren, also Logistikplaner, Einkaufsleiter etc. und wurde fündig! Ich habe diese Leute angeschrieben und konnte einige von mir überzeugen. Wenn man eine konkrete Idee davon hat, was man bieten kann, dann regt das auch die Kreativität des Gegenüber an und es werden Stellen für Bewerber geschaffen, auf die vorher niemand gekommen wäre.</p>
<h2>Worauf sollte man sich einstellen?</h2>
<p>Für Unternehmen sind Praktikanten kleine Investitionen &#8211; sie kosten Geld und sollen das Geld möglichst wieder einspielen. Die meisten Tätigkeiten benötigen eine gewisse Einarbeitungszeit und Projekte dauern selten nur ein paar Tage oder Wochen. Viele Unternehmen fordern daher eine Mindestdauer von 12 Monaten für das Praktikum. Das ist häufig berechtigt, denn wenn ein Projekt hohen Einarbeitungsaufwand mitbringt, dann kommen nur Bewerber mit entsprechender Bereitschaft in die nähere Auswahl. Immerhin sind 12 Monate für Studenten fast immer möglich (Urlaubssemester). Ohne Frage ist ein Aufenthalt von 12 Monaten eine sehr gute Investition in Erfahrung und Lebenslauf, denn diese Dauer zeugt von gewisser Ernsthaftigkeit und Eingewöhnung.</p>
<p>Die meisten Praktika dauern jedoch nur 6 Monate (oft mit Option auf Verlängerung), wobei das jedoch bereits die gängige Mindestdauer ist, weniger Aufenthaltsdauer ist selten! Ein halbes Jahr sollte das Auslandspraktikum (egal in welchem Land) schon dauern, denn sonst sind eine Eingewöhnung sowie ein tiefer Einstieg in die Kultur und Sprache unglaubwürdig.</p>
<h2>Wie die Bewerbung nach China gestalten?</h2>
<p>Die Bewerbungen werden heute glücklicherweise fast immer ausschließlich über das Internet &#8211; also per Email &#8211; abgewickelt, auf den langen und teuren Postweg wird verzichtet.</p>
<p>Für Bewerbungen, die an <strong>chinesische Unternehmen</strong> gerichtet sind, gibt es keine wirklichen Standards. Da dies aber meist international ausgerichtete Unternehmen sind (beispielsweise Lenovo oder taiwanesische Firmen), kann man sich ruhig an us-amerikanischen Bewerbungen orientieren. Da auch chinesischen Unternehmen klar ist, dass Ausländer aus dem Westen nicht unter absolut gleichen Systemen und Standards leben. Und da China selbst keine echten Bewerbungsstandards vorgibt, kann man hier eigentlich wenig falsch machen.</p>
<p>An <strong>deutsche Unternehmen in China</strong> gerichtete Bewerbungen sind (wenn nicht anders vorgegeben) grundsätzlich immer auf Englisch und nach dem amerikanischen oder deutschen Standard zu verfassen. Je nachdem wie international oder wie deutsch das Unternehmen ist, kann man hier selbst die naheliegenste Variante wählen, sofern keine Infos hierüber in der Stellenbeschreibung gegeben wurden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bewährt hat sich folgender Aufbau: </span></p>
<p>Eine Email auf Englisch, welche in kurzen Sätzen (!) erklärt, das man sich für die Stelle (Stellennummer) bewirbt, warum man dafür (in ein bis zwei kurzen Sätzen) geeignet und motiviert ist und was als Anhang beigefügt wurde.  Im Anhang wird ein Anschreiben (welches vollständige Adressen etc. beinhaltet und auch sonst ein vollständiger Brief ist) als PDF beigefügt [1 Datei] sowie ein Lebenslauf mit angehängten relevanten Zeugnissen [1 Datei]. Der Anhang sollte insgesamt nicht größer als 2 MB sein!</p>
<h2>Welche Vergütung darf man erwarten?</h2>
<p>Gängig ist eine  monatliche Vergütung zwischen 3000 und 6000 RMB, also etwa 300 &#8211; 650 €.  In Shanghai tendenziell höher als in Beijing. Stellen mit mehr Verantwortung (ja die gibt es auch für Praktikanten) sind meistens mit um die 10000 RMB ausgeschrieben.</p>
<p>Unbezahlte Praktika  sind unüblich und sollten gemieden werden. Nur für sehr spezielle  Stellen kann es sich lohnen, auch unbezahlt ein Praktikum anzugehen.</p>
<h2>Was darf man sonst noch erwarten?</h2>
<p>Mit Forderungen sollte man sich für ein Praktikum zurückhalten, immerhin gibt es viele Studenten, die Stellen in China besetzen würden und auch gut qualifiziert dafür sind. Aber dennoch sollte man nehmen, was man kriegen kann. Hier ein paar Leistungen, die einige &#8211; jedoch weit nicht alle &#8211; Unternehmen neben der Vergütung leisten:</p>
<ul>
<li>Rundum Visum-Service</li>
<li>Kostenloser Intensiv-Chinesischkurs (vom Massenkurs bis hin zum Privatlehrer)</li>
<li>Bezahlter Urlaub</li>
<li>Bezahlte Rückreisen für Familienbesuche (jedoch nur bei mehr als 6-montagiem Praktikum)</li>
<li>Überlassung eines kostenlosen Mobiltelefons</li>
<li>Bezahlte oder bezuschusste Unterkunft</li>
<li>VPN-Service (für den Zugang zu <a title="Internetzensur in China" href="http://www.chugokugo.de/index.php/warum-uns-die-internetzensur-in-china-betrifft/">ausländischem Internet ohne Zensur</a>)</li>
</ul>
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		<title>Autokultur in Japan &#8211; Die Artikelserie</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 15:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikelserien]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Japan &#8211; Land der Kleinwagen für Ottonormalverbraucher oder Land der turbozischenden Sportwagen und Hochdrehzahlmotoren für Motorsportfans. Japan ist eine der größten Autonationen dieser Welt und setzt hin und wieder Maßstäbe im Automobilbau. Japaner haben ein zwiegespaltenes Denken gegenüber Automobilen. Auf der einen Seite sind Japaner recht naturverbunden und gesellschaftsorientiert. Autos haben einen egoistischen Beigeschmack und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Japan &#8211; Land der <strong>Kleinwagen</strong> für Ottonormalverbraucher oder Land der turbozischenden <strong>Sportwagen</strong> und Hochdrehzahlmotoren für Motorsportfans. <strong>Japan ist eine der größten Autonationen dieser Welt </strong>und setzt hin und wieder Maßstäbe im Automobilbau.</p>
<p><strong>Japaner</strong> haben ein zwiegespaltenes Denken gegenüber Automobilen. Auf der einen Seite sind Japaner recht naturverbunden und gesellschaftsorientiert. Autos haben einen egoistischen Beigeschmack und Japan ist ein Land der öffentlichen Verkehrsmittel (mit vorbildlicher Infrastruktur und Pünktlichkeit!). Die Volkswirtschaft hatte früher eine extreme Landflucht, die Städte wurden zu Ballungszentren mit mehreren Millionen Einwohnern. Die meisten Japaner leben in Städten. Neben vielen Großstädten liegt auch die größte Metropole der Welt &#8211; Tokyo 東京 &#8211; in Japan. In solchen Stadtlandschaften sind Autos ziemlich störend. Auch wenn Autos in Japan recht strengen Regeln zur Umweltschonung unterworfen sind und die meisten Autos wenig Lärm verursachen, nehmen Autos der Allgemeinheit in Großstädten etwas Lebensqualität und zudem viel Platz zum Leben weg. Entsprechend teuer sind die Unterhaltungskosten in Großstädten, allen voran in Tokyo.</p>
<p><center><br />
<img class="aligncenter" title="Toyota Supra in Japan zu kaufen (Gebrauchtwagen)" src="http://www.chugokugo.de/bilder/japan/autos/toyota-supra.jpg" alt="" width="701" height="467" /></center><br />
<span id="more-2044"></span></p>
<p>Auf der anderen Seite lieben gerade japanische Männer <strong>Motorsport </strong>und viele von ihnen geben Unsummen für ihren japanischen oder auch ausländischen Sportwagen aus. Ähnlich wie in Deutschland, gibt es auch in Japan sehr viele <strong>Rennstrecken</strong> und Veranstaltungen rund ums Automobil. Hinzu kommt, dass die größten Arbeitgeber in Japan die Automobilhersteller und deren Zulieferer sind &#8211; Japan als Nation (mit tendenziell immer noch hoher Identifikation mit dem Arbeitgeber) hängt an der <strong>Automobilindustrie</strong>, da wird man ihren Produkten jawohl auch Beachtung schenken dürfen?</p>
<p>Auch viele Ehefrauen kaufen gerne mit einem eigenen Wagen ein und außerdem &#8211; gerade weil die Unterhaltungskosten für Autos in Ballungszentren so hoch sind &#8211; bringt ein Auto höheres Ansehen in der Nachbarschaft. Autos sind auch in Japan immer noch <strong>Statussymbole</strong>.</p>
<p>Die <strong>Autokultur im Industrieland Japan</strong> ist so umfassend und besonders, dass hieraus eine komplette Artikelserie entsteht. In dieser Artikelserie &#8220;Autokultur in Japan&#8221; werden folgende Themen Platz finden:</p>
<p><a title="Die japanische Autoindustrie - Zwischen Sparmobil und Innovation" href="http://www.chugokugo.de/index.php/die-japanische-autoindustrie-zwischen-sparmobil-und-innovation/">Teil 1 -<strong> Die japanische Autoindustrie</strong> &#8211; Zwischen Sparmobil und Innovation</a></p>
<p><a title="Autotuning in Japan" href="http://www.chugokugo.de/index.php/autotuning-in-japan-wie-modifikation-zum-standard-wird/">Teil 2 -<strong> Autotuning in Japan</strong> &#8211; Wie Modifikation zum Standard wird</a></p>
<p>Teil 3 &#8211; <strong>Europäische und amerikanische Automarken in Japan</strong> &#8211; Andersrum exotisch</p>
<p><em>Die Artikelserie wird in den nächsten 3 Monaten vervollständigt werden.</em></p>
<p></p>
<p>Ein paar Vokabeln zum Mitlernen:</p>
<p>Automobil (Kraftfahrzeug) &#8211; Jap.: 自動車　じどうしゃ<br />
Rennstrecke &#8211; Jap.: レース場　　レースじょう<br />
Autoindustrie &#8211; Jap.: 自動車産業　じどうしゃさんぎょう</p>
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		</item>
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		<title>Sprache &#8211; Wie wichtig ist Chinesisch für ein Praktikum in China?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 14:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China. Praktikum in China &#8211; Chinesisch lernen? Praktikanten, die nach China wollen, können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Für die Einen, ist die chinesische Sprache die Motivation für ein Praktikum in China, für die Anderen stellt sich eher die Frage: Muss ich wirklich Chinesisch lernen? China ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel gehört zur <a title="Praktikum in China" href="../index.php/praktikum-in-china-die-serie/">Artikelserie – Praktikum in China</a>.</p>
<h2>Praktikum in China &#8211; Chinesisch lernen?</h2>
<p>Praktikanten, die nach China wollen, können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Für die Einen, ist die chinesische Sprache die<a title="Motivation - Warum ein Praktikum in China?" href="http://www.chugokugo.de/index.php/motivation-warum-ein-praktikum-in-china/"> Motivation für ein Praktikum in China</a>, für die Anderen stellt sich eher die Frage: <strong><em>Muss ich wirklich Chinesisch lernen?</em></strong></p>
<p>China ist die Boom-Nation dieser Zeit und sehr viele <a title="Qualifikation - Was wird in China gesucht?" href="http://www.chugokugo.de/index.php/qualifikation-was-wird-in-china-gesucht/">Fachgebiete, insbesondere aus Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften</a>, sind in China gefragt. China steigt auf und viele Studenten und Absolventen möchten irgendwie dabei gewesen sein. Für strebsame Studenten gilt es mit Auslandserfahrung in einem exotischen, jedoch wirtschaftsstrategisch bedeutenden Land zu glänzen. Nur wie soll man sich dort als Newcomer verständigen?</p>
<p>Sicher, in der Schule hatte man viel und guten Englischunterricht und wer Abitur gemacht hat, kann mindestens noch etwas Latein, Französisch oder Spanisch. Von diesen Sprachen ist jedoch in Ostasien nur Englisch brauchbar.</p>
<p><center><br />
<img class="alignnone" title="Chinesisches Kino - &quot;Nichts verstehen&quot;?" src="http://www.chugokugo.de/bilder/china/chinesisch-kino.jpg" alt="" width="631" height="421" /><br />
</center><br />
<span id="more-2002"></span></p>
<p>Erstmal eine wichtige Information vorweg: <strong>Chinesisch</strong> ist leider nicht immer gleich Chinesisch. Chinesisch ist eher sowas wie eine <a title="Sinotibetische Sprachfamilie " href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Sprachen" target="_blank">Sprachfamilie</a> als einfach nur eine Sprache. China ist eines der größten Länder dieser Erde mit der größten Einwohnerzahl überhaupt, entsprechend viele <strong>Dialekte</strong> gibt es, die jeweils manchmal sogar als eigene Sprache durchgehen können, und die haben dann wiederum auch eigene Unterdialekte. Wenn jedoch nicht im linguistischem, sondern im wirtschaftspolitischen Kontext der Begriff &#8220;Chinesisch&#8221; fällt, ist fast immer <strong>Hochchinesisch</strong> (<strong>Mandarin</strong>) gemeint, seltener auch der zweitwichtigste Dialekt <strong>Kantonesisch</strong> (Hongkong-Dialekt).</p>
<p>Hochchinesisch ist die weltweit meistgesprochene Sprache und in fast ganz China als Wirtschafts- und Amtssprache dominierend. Wer in der VR China (und übrigens auch in Taiwan und Singapur) sich sprachlich für ein Praktikum vorbereiten möchte, kommt an Hochchinesisch nicht vorbei. Hochchinesisch ist daher grundsätzlich immer richtig, wenn man nach China möchte. Erst wenn Hochchinesisch gut beherrscht wird, macht auch das Lernen des lokalen Dialektes Sinn (jedoch ist dies selten sinnvoll oder gar notwendig).</p>
<p><strong>Ausnahmen</strong> sind die Sonderverwaltungszonen/Sonderwirtschaftszonen <strong>Hongkong</strong>, Macao und Shenzhen. Hier ist Kantonesisch dominierend und Hochchinesisch eher im Hintergrund. Auch in umliegenden Bereichen, dabei auch Guangzhou (Provinzhauptstadt von Guangdong), ist Kantonesisch als Sprache in Wirtschaft und Alltag markant verbreitet. Kantonesisch wird auch teilweise in Singapur, Malaysia und Vietnam gesprochen. Die Grammatik und Schrift entspricht weitgehend der des Hochchinesischem, jedoch ist die Aussprache ziemlich anders. Wer Kantonesisch kann, kann vielerorts damit etwas anfangen und wird Hochchinesisch sehr schnell lernen können. Auch eine Investition in Kantonesisch wäre also keine Zeitverschwendung!</p>
<h2>Wie wichtig ist Chinesisch eigentlich in China? Und kann man nur mit Englisch in China leben und arbeiten?</h2>
<p>Ja, eine <strong>gute Nachricht</strong> für diejenigen, die nicht so sprachbegeistert China erleben möchten: In <strong>westlichen Unternehmen</strong> in China ist Englisch meist Arbeitssprache und daher die innerbetriebliche Kommunikation kein Problem für diejenigen, die gut Englisch sprechen. Verhandlungssicheres (sehr gutes) Englisch ist vorteilhaft, konversationsssicheres (gutes) Englisch reicht jedoch für Praktikanten meistens aus und mehr wird selten seitens deutscher Unternehmen erwartet.</p>
<p></p>
<p>Im Alltag wird es schon schwieriger, chinesische Berichte über englischsprechende Taxifahrer, Hotelwirte und öffentliche Angestellte sind meistens etwas geschönt. Mir ist noch kein Taxifahrer in China (und übrigens auch nicht in Japan) begegnet, der eine Wegbeschreibung auf Englisch hätte verstehen können. Mal beim Einkaufen im Supermarkt etwas nachfragen? Der Kellnerin im Restaurant erklären, welche Zutaten man gerne nicht im Essen hätte? Am Bahnschalter erklären, wo man hin möchte und wann wieder zurück? Oder einfach mal unverbindlich mit einem Einwohner in Smalltalk geraten? Das Nötigste schafft man in China sicherlich mit Händen und Füßen, Zeichnungen und ein paar englischen Schlagwörtern, wenn auch die beiden &#8220;Gesprächs&#8221;parteien danach oftmals mehr Fragezeichen im Gesicht haben als vorher.</p>
<p>Wer das alles jedoch elegant meistern möchte, sollte mindestens ein Jahr vor Antritt des Praktikums sich intensiv mit der chinesischen Sprache befassen. Nach einem Jahr Chinesisch können die Kenntnisse nur rudimentär eingesetzt werden, jedoch werden diese Kenntnisse in China dann stark reifen, wenn man sich auch in China Zeit für das Lernen nimmt. Lernen und Anwenden im stetigen Wechsel ist das Patentrezept für effektives und dauerhaftes Verinnerlichen der chinesischen Sprache.</p>
<p><center><br />
<img class="alignnone" title="Shanghai bei Nacht" src="http://www.chugokugo.de/bilder/china/nachtleben_shanghai.jpg" alt="" width="631" /><br />
</center></p>
<p>Jetzt jedoch noch eine <strong>schlechte Nachricht</strong>: In China ganz ohne Chinesisch zu arbeiten und zu leben, mögen manche Leute als respektlos bezeichnen und viele westliche Unternehmen verlangen daher nun wenigstens Grundkenntnisse in der chinesischen Sprache (oder einfach, um die Anflut von Bewerbungen für ein Praktikum in China irgendwie filtern und damit in den Griff kriegen zu können). Praktikanten ohne Chinesischkenntnisse gab es in der Vergangenheit genug, die meisten Unternehmen filtern hier nun, denn Grundkenntnisse in der Landessprache zeigen das echte Interesse an dem Standort. Alles Andere deutet eher auf <em>ein Abenteuer nach egal wohin, nur bitte möglichst weit weg</em> hin.</p>
<p>Das ist jedoch für die persönliche Entwicklung noch gar nicht der Punkt, sondern vielmehr, dass ein Aufenthalt in China ganz ohne Chinesischkenntnisse so ist, als würde man mit verbundenden Augen und Stöpseln in den Ohren ins Kino gehen -&gt; Man verpasst die gesamte Dramatologie und die wahren Stories, die sich hinter dem vermeintlichen Schauspiel auf Chinas Straßen verbergen.</p>
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		<title>Sony Playstation Vita &#8211; die neue PSP</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 12:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Während in Deutschland gerade dank der Verbreitung von Smartphones eine Spielernation aufbricht, ist es im geschäftstüchtigen Japan schon seit Jahrzehnten normal, dass Schulmädchen genauso wie Geschäftsmänner sich in der Öffentlichkeit (z. B. in der U-Bahn) mit mobilen Computerspielen die Zeit vertreiben. Sony Playstation Vita Die Sony Playstation Portable (PSP) ist langsam in die Jahre bekommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Deutschland gerade dank der Verbreitung von Smartphones eine Spielernation aufbricht, ist es im geschäftstüchtigen Japan schon seit Jahrzehnten normal, dass Schulmädchen genauso wie Geschäftsmänner sich in der Öffentlichkeit (z. B. in der U-Bahn) mit mobilen Computerspielen die Zeit vertreiben. </p>
<h2>Sony Playstation Vita</h2>
<p>Die <strong>Sony Playstation Portable </strong>(PSP) ist langsam in die Jahre bekommen und Sony plant diese mit einem frischeren Modell zu ersetzen &#8211; die <strong>Sony Playstation Vita</strong>. Die neue Spielkonsole wurde gerade auf der E3 in Los Angeles vorgestellt.</p>
<p><center></p>
<table>
<tr>
<td>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 260px"><img title="Die neue PSP" src="http://www.chugokugo.de/bilder/produkte/newpsp.jpg" alt="" width="250" height="133" /><p class="wp-caption-text">Foto: Sony</p></div>
</td>
<td>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 260px"><img title="Die neue PSP" src="http://www.chugokugo.de/bilder/produkte/newpsp2.jpg" alt="" width="250" height="138" /><p class="wp-caption-text">Foto: Sony</p></div>
</td>
</tr>
</table>
<p></center></p>
<p>Die <strong>Sony Playstation Vita</strong> ist vielversprechend, denn die Spielsteuerung sieht nun (bei Betrachtung der Knöpfe mit analoger Steuerung) sehr viel intuitiver aus. Es ist zu hoffen, dass die Sony Vita ordentliche Leistungsreserven erhält, so dass die Konsole für mindestens ein weiteres Halbjahrzehnt auf Höhe der Zeit bleiben kann. Sony hat sehr viel Erfahrung im Sektor der Spielkonsolen und wird sich  sicher bewusst sein, dass diese Konsole &#8211; im Gegensatz zu Smartphones &#8211; langlebig sein muss, ähnlich wie das  Vorgängermodell PSP. Dem Trend folgend soll die Vita über ein sensibles Touchscreen <del datetime="2011-06-09T18:47:55+00:00">mit 3D-Darstellung</del> (Korrektur: Leider doch kein 3D-Display) verfügen. Der Screen ist ein OLED-Display, welches die Farbdarstellung gegenüber der PSP verbessern soll. Der Preis soll zwischen 250 und 300 Euro liegen, dabei wird es zwei Ausstattungsvarianten ohne/mit UMTS geben.</p>
<p><br />
<span id="more-1981"></span></p>
<p>Sony als Konzern ist ja leider auf Grund der Datenskandale sehr angeschlagen, welche fremdverursacht, jedoch von Sony verschuldet wurden. Unbekannte Hacker/Cracker hatten im April 2011 durch einen Datendiebstahl der persönlichen Kundeninformationen einen Datenskandal ausgelöst. Kritisiert werden dabei die Sicherheitsprobleme sowie die verspätete Aufklärungspolitik von Sony. Es bleibt abzuwarten, ob die Kundschaft Sony nun in Zukunft dafür mit Misstrauen abstrafen wird. Ich persönlich vermute, dass Sony viel dazugelernt haben wird und in Zukunft nur die Genialität und der Unterhaltungswert der Produkte für die Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund stehen werden. </p>
<h2>Sony PSP 3000 aus Japan</h2>
<p>Ich mag die PSP Version 3000 als mobile Spielkonsole für unterwegs sehr. Auch wenn Smartphones in Deutschland nun schon viele Spiele ausführen können, kommt von grafischer und spielerischer Leistung noch kein Smartphone an eine PSP heran. Die PSP hat natürlich noch den Vorteil, dass sie aus Japan kommt und viele Spiele auf Japanisch verfügbar sind. Wenn man eine Sprache lernt, sollte man sich so viel wie möglich mit der Sprache konfrontieren. Das sorgt 1. für eine Motivation weiter zu lernen (denn die Sprache erscheint -unterbewusst- sinnvoll) und 2. lernt man automatisch (jedoch nur passiv) etwas Japanisch.</p>
<p><center><br />
<img class="alignnone" title="Sony PSP auf Japan" src="http://www.chugokugo.de/bilder/sony_psp.jpg" alt="" width="706" height="423" /><br />
</center></p>
<p>Ich bin kein großer Konsolenspieler, jedoch viel unterwegs und da kam mir die PSP als Gimmick und Andenken an Japan doch sehr recht. Ich hatte diese PSP im Sommer 2010 in 秋葉原 Akihabara (Tokyo) erworben und spiele bis heute noch gelegentlich damit. Auf die Playstation Vita freue ich mich schon und hoffe, dass sie die hohen Erwartungen erfüllt.</p>
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		<title>Qualifikation – Was wird in China gesucht?</title>
		<link>http://www.chugokugo.de/index.php/qualifikation-was-wird-in-china-gesucht/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benny</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist in China gefragt? &#8211; Die Theorie sieht hier ganz anders aus als die Praxis. Dieser Artikel gehört zur Artikelserie – Praktikum in China. Welche Fachkenntnisse sind in China gefragt? China ist eine aufstrebende Volkswirtschaft mit klar definierten Zielen: China will Weltklasse in Industrie, Hochtechnologie, Infrastruktur und auch Tourismus werden. Dementsprechend sollten Entwicklungsingenieure, Naturwissenschaftler, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist in China gefragt? &#8211; Die Theorie sieht hier ganz anders aus als die Praxis.</p>
<p>Dieser Artikel gehört zur <a title="Praktikum in China" href="../index.php/praktikum-in-china-die-serie/">Artikelserie – Praktikum in China</a>.</p>
<h2>Welche Fachkenntnisse sind in China gefragt?</h2>
<p>China ist eine aufstrebende Volkswirtschaft mit klar definierten Zielen: China will Weltklasse in Industrie, Hochtechnologie, Infrastruktur und auch Tourismus werden. Dementsprechend sollten Entwicklungsingenieure, Naturwissenschaftler, Verkehrsplaner, Übersetzer/Dolmetscher und Experten der Tourismuswirtschaft gebraucht werden.</p>
<p>Soweit zur Theorie, die Praxis sieht anders aus, denn <strong>chinesische Firmen</strong> kennen das Konzept &#8220;Praktikum&#8221; so eigentlich nicht, einige international ausgerichtete chinesische Firmen bieten zwar schon Praktikumsplätze an &#8211; und es werden mehr &#8211; die Relevanz ist jedoch noch äußerst gering, denn gesucht wird überwiegend in China und dann möglichst Ausländer mit hervorragenden Chinesischkenntnissen. Ausnahmen bestätigen die Regel, die Tendenz ist jedoch eindeutig.</p>
<p><strong>Deutsche Firmen</strong> suchen ganz andere Kenntnisse: Fachkenntnisse in <strong>Marketing</strong>, <strong>Vertrieb</strong>, <strong>Einkauf</strong>, <strong>Logistik</strong>, <strong>Produktion</strong>, <strong>Werksplanung</strong> und <strong>Informationstechnologie</strong> sind gefragt. Warum nicht technische Entwicklung und Naturwissenschaft? Die Grundlagenwissenschaften in China sind entweder in staatlicher Hand oder von chinesischen Firmen durchgeführt. Westliche (und allen voran deutsche) Firmen versetzen Berge, um das Know-How in der Heimat zu lassen und eben <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> nach China zu tragen! Entwicklungsingenieure und technisch orientierte Naturwissenschaftler mögen bei deutschen Standorten ausgezeichnete Chancen haben, für ein Praktikum in China stehen die Aussichten auf Erfolg jedoch schlecht.</p>
<p>Auch manchmal gesucht (von Wirtschaftsunternehmen wie auch von [teil-]staatlichen Instituten) sind angehende <strong>Juristen</strong> und <strong>Sinologen</strong>. Für letztere ist ein Praktikum in China natürlich beinahe Pflichtprogramm, das Angebot ist jedoch überraschend dünn gesät und oft schlecht bezahlt. Für Geisteswissenschaftler steht die <strong>Sprachwissenschaft</strong> im Vordergrund. Übersetzer und Dolmetscher (Chinesisch &lt;-&gt; Deutsch/Englisch) werden immer gesucht, jedoch konkurrieren Sinologen hier mit Muttersprachlern, die im relevanten Ausland gelebt haben und Fremdsprachen entsprechend gut beherrschen. Auch wenn die Universitäten bei den Geisteswissenschaften immer wieder die Wichtigkeit der Kulturkenntnisse betonen mögen, zumindest Wirtschaftsunternehmen suchen diese Kenntnisse fast nie.</p>
<p><center><br />
<img class="aligncenter" title="Shanghai - Exotisch und hektisch" src="http://www.chugokugo.de/bilder/china/shanghai/wfc11.jpg" alt="" width="525" height="350" /><br />
</center><br />
<span id="more-1950"></span></p>
<p>Begehrte <span style="text-decoration: underline;">Studiengänge</span> bei deutschen Unternehmensstandorten in China:</p>
<ul>
<li>Wirtschaftswissenschaften / Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, Einkauf</li>
<li>Ingenieurwesen, insbesondere Maschinenbau, Elektrotechnik und verwandte Richtungen</li>
<li>Informatik / IT / Software-Entwicklung / Netzwerktechnik</li>
<li>Mischstudiengänge, insbesondere Wirtschaftskommunikation, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen</li>
<li>Jura</li>
<li>Sinologie</li>
</ul>
<p></p>
<p>Was machen denn deutsche Unternehmen in China? Sie verkaufen dort ihre Produkte und/oder lassen in China produzieren. Produzieren in China bringt nicht nur Kosteneinsparung, sondern dient oftmals zur Markterschließung. Für viele Produkte ist es in China gesetzliche Pflicht, wenigstens einen Teil der Endprodukte in China auszulagern. Dafür ist zudem ein <strong>Joint-Venture</strong> mit einem chinesischen Unternehmen obligatorisch. <span style="text-decoration: underline;">Beispiel:</span> Das BMW Brilliance Automotive Joint Venture. So ein Joint-Venture bringt dem deutschen Unternehmen meistens gar nichts, das beteiligte chinesische Unternehmen jedoch gewinnt Image und Know-How sowie eine sichere Kundschaft.</p>
<p>Es ergeben sich immer neue Synergien und manchmal werden Fachkenntnisse gesucht, die eigentlich nicht so üblich sind. Also auch bei ersten Absagen auf Bewerbungen, nicht den Kopf in den Sand stecken &#8211; Wer fachlich etwas flexibel ist, wird auch sein Praktikum in China finden können!</p>
<p><center><img class="aligncenter" title="Shanghai - Unterwegs mit Taxi, im Hintergrund die Skyline von Pudong" src="http://www.chugokugo.de/bilder/china/shanghai/pudong_taxi.jpg" alt="" width="525" /></center></p>
<h2>Methoden- und Sozialkompetenz</h2>
<p>Häufig werden von den Unternehmen zumindest Grundkenntnisse im <strong>Projektmanagement</strong> vorausgesetzt. Neben der guten <strong>Selbstorganisation</strong> (ohne die läuft ein beruflicher Aufenthalt in China garantiert schief) wird auch Toleranz zum Chaos hilfreich sein. Daran scheitern viele Deutsche: Es setzt ein riesen Kulturschock ein, da das Essen gewöhnungsbedürftig ist, ein augenscheinliches Verkehrschaos vorherrscht und die alltäglichen Verhaltensweisen nicht dem entsprechen, wie man es in Deutschland gewohnt ist. <strong>Flexibilität</strong> ist das A und O in China, denn hier werden Geschäfte auch mal schnell angepasst oder gar nachverhandelt.</p>
<p><strong>Interkulturelle Kompetenz</strong> setzt einen gewissen Grad von Toleranz und Einfühlungsvermögen voraus und beginnt hier bereits bei ganz alltäglichen Dingen wie dem Essen oder Taxifahren. Interkulturelle Kompetenz lernt man in Kursen jedoch nur in Ansätzen, sie muss sich erst entwickeln. Wenn alles gut läuft, sollte man nach einem (mindestens) halbjährigen Praktikum von interkultureller Kompetenz sprechen können.</p>
<p>In China ist <strong>Teamfähigkeit im interkulturellen Mitarbeiterumfeld</strong> ein Muss! Das bedeutet in diesem Kontext auch, dass man von einem deutschen Praktikanten erwartet, pünktlicher und genauer zu arbeiten als seine chinesischen Kollegen. Der freundliche Umgang mit Kollegen aus anderen Kulturen darf dabei aber auch nicht vernachlässigt werden.</p>
<h2>Sprachkenntnisse</h2>
<p>Deutsche Unternehmen verlangen immer sehr gute Englischkenntnisse und häufig auch mindestens gute Deutschkenntnisse. Während Chinesischkenntnisse früher kaum verlangt wurden, hat sich das Blatt nun langsam gewendet und ohne wird es schwierig. Dieses Thema wird in einem <a href="http://www.chugokugo.de/index.php/sprache-wie-wichtig-ist-chinesisch-fur-ein-praktikum-in-china/">anderen Artikel (Klick)</a> behandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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