Archive for March, 2010

日本に行き着きました

Benny March 31st, 2010

こんにちは皆さん、

一週から九月まで日本に住んでいって、インターンシップをします。だから私の居留は六ヶ月です。私の日本は下手だから、助けって下さ!

Ja, mein Japanisch ist noch sehr ausbaufähig. Ich denke aber, dass ich hier in Japan, viel Übung finden werde.. Vielleicht finde ich sogar einen passenden Sprachkurs.

Also nochmal auf Deutsch: Ich bin nun genau eine Woche in Japan, werde noch 6 Monate bleiben und hier mein Praktikum absolvieren. Ich stecke mitten in der Einarbeitung in die (ziemlich komplexe) Lieferungskontrolle für den Einkauf. Ich habe mit sehr vielen Teilen und Material zu tun, welches aus Deutschland, Spanien,  Korea und China kommt. Meine Sprachkenntnisse zahlen sich hier aus und die Arbeit motiviert mich zum weiteren Ausbau meiner Sprachkenntnisse.

Japanisch ist bei mir bisher am wenigsten entwickelt, es langt aber mindestens zur Basiskommunikation und immerhin habe ich es auf Japanisch geschafft, mir ein japanisches Bankkonto einzurichten und das Buch “Minna no nihongo” zu bestellen (in einem Buchladen). “Minna no nihongo” das Buch Part II und der Grammatikteil auf Deutsch haben mich hier nur 2100 Yen gekostet (also weniger als 20 Euro!).

Hier ist es nun recht spät, wir sind (nun in der deutschen Sommerzeit) Deutschland 7 Stunden voraus und morgen geht es wieder an die Arbeit :)

“Wie eine Chinesin schwanger wird… ” – Roman

Benny March 14th, 2010

Da ich zur Zeit noch auf das Visum warte und dementsprechend Leerlauf habe, nutze ich die Zeit für eine Buchempfehlung. Die Autorin Lingyuan Luo, die sich mit ihren Romanen bereits einen Namen gemacht hat, veröffentlichte vor einigen Monaten ihren Roman “Wie eine Chinesin schwanger wird…”.

Das Buch handelt über eine Chinesin namens Tingyi, die in Deutschland lebt und einen deutschen Freund hat. Tingyi besucht mit ihrem Freund ihre Eltern in Guangzhou, der gesamte Roman handelt ausschließlich vom Besuch der Eltern in China, aus dem Leben in Deutschland erfährt der Leser nur indirekt. Tingyi, eine Fotografin mit Leib und Seele, und ihr Freund, ein Student, sind seit mehreren Jahren zusammen, jedoch kinderlos. Für die Eltern von Tingyi ist das ein kleiner Skandal und beinahe ein Gesichtsverlust. Die übermotivierten Eltern stellen ihre Erwartungen eher mehr als weniger in den Vordergrund und geben auch einige Tipps zum Thema, wie denn eine Chinesin schwanger wird.

Neben der eigentlichen Geschichte zwischen den Hauptcharakteren und den Eltern findet auch noch ein paralleler Handlungsstrang platz, so dass das Buch keineswegs eintönig und eigentlich auch nicht vorhersehbar ist. (Abgesehen davon, dass am Ende alles in Harmonie endet – typisch für chinesische Autoren)

Natürlich steht die Liebe im Mittelpunkt, ohne jedoch schnulzig zu sein. Man fühlt hingegen leicht mit, bei dem Aufkommen von Eifersucht, alten Erinnerungen und lacht auch mit, bei den vielen kulturellen und sprachlichen Fettnäpfchen, in welche sowohl Tingyi`s Freund, als auch Tingyi`s Eltern treten.

Der Roman ist durchaus lesenswert und hat mich persönlich sehr unterhalten. Jeder, der eine chinesische Freundin hat und mal die Eltern in China besuchen kam, wird sich bestimmt in diesem Roman wiederfinden können. Bei mir war es jedenfalls so, auch wenn die Eltern in diesem Roman meiner Meinung nach (geprägt durch meine ganz subjektive Erfahrung) etwas zu locker mit sexuellen Themen umgehen und ihre Ansichten zu direkt vertreten.

Für mich war das Buch jedenfalls sehr kurzweilig, da ich beim Lesen oft in die Situation kam, die Handlungen und Ansichten von Personen im Buch mit meinen Erfahrungen vergleichen zu wollen und so quasi das Erlebte besser verarbeiten konnte.

Visum

Benny March 8th, 2010

In meiner Jahresplanung 2010 steht ein Praktikum im Mittelpunkt, welches ich in Japan absolvieren möchte. Die Suche nach einem Praktikum war anfangs etwas kniffelig, am Ende kamen aber tolle Zusagen, über die ich mich sehr gefreut habe. Wie es aber nunmal so ist, im Leben, kam das beste Angebot zum Schluss. Es ist bereits alles geregelt, nur fehlt leider noch das Visum, das noch auf sich warten lässt.

Dieses Visum sorgt auch für ein gewisses Kribbeln in der Magengegend, denn es wird in Japan beantragt, so dass ich selbst kaum Einfluss darauf nehmen kann. Verzögerungen mit dem Visum wären aber sehr ungünstig für meine Jahresplanung. Das Visum ist nicht unbedingt Routine, denn von einem anderen Praktikanten (einer anderen Firma) weiß ich, dass auch so ein Visum für einen Praktikanten auch mal einfach abgelehnt wird.

Abgesehen von dieser kleinen Visa-Problematik, freue ich mich sehr auf das Praktikum, denn dieses wird mich fachlich, sprachlich und persönlich weiterbringen. Nach dem Praktikum werde auch sehr gerne Tipps an andere (angehende) Praktikanten weitergeben. Mein Praktikum werde ich aber fachlich und firmenseitig mit absoluter Diskretion behandeln und bitte auch von Fragen abzusehen, wo ich denn zu welchen Konditionen ein Praktikum mache.

Anschließend noch wie gewohnt nützliches Vokabular:

Visum – Chin.: 簽證 [签证] qiānzhèng; Jap.: 査証 さしょう
Reisepass – Chin.: 護照 [护照] hùzhào; Jap.: 旅券 りょけん oder auch einfach パスポート
Praktikum – Chin. 實習 [实习] shíxí; Jap.: インターンシップ