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Archiv September, 2009

Chinesisches Fastfood – 真功夫

September 13th, 2009

In China gibt es McDonalds, KFC und PizzaHut (und angeblich auch Burgerking, nur bis jetzt habe ich noch keinen gesehen). Alle Restaurants aus dem Westen sind mehr oder weniger “verchinesischt”, das heißt, es gibt bestimmte Anpassungen an den Menüs oder auch völlig eigene Menüs in China, die den chinesischen Geschmack eher treffen. Besonders erfolgreich ist dabei KFC.

Aber auch China hat eigene Fastfood-Ketten. Die vielleicht bekannteste Kette in China ist 真功夫 zhēn gōng fu (“wahres Kungfu”). Das Essen ist  im Grunde originales chinesisches Essen, lässt sich aber eben schnell essen :-)

Ob dieses chinesische Fastfood wohl in Europa erfolgreich werden könnte? Wahrscheinlich eher nicht. Schlecht schmecken tut das auf dem Bild gezeigte Menü jedoch absolut nicht!

Ein paar Vokabeln:

Fastfood – Chin.: 快餐 kuài cān,Jap.: ファーストフード
Hamburger – Chin.: 漢堡 bzw. 汉堡 hàn bǎo, Jap.: ハンバーガー
McDonald`s – Chin.: 麥當勞 bzw. 麦当劳 mài dāng láo, Jap.: マクドナルド
(Coca) Cola – Chin.: (可口)可樂 bzw. (可口)可乐 (kě kǒu) kě lè, Jap.: (コカ) コーラ

Die chinesische und japanische Schreibweise unterscheidet sich hier vollkommen, denn es handelt sich (ausgenommen von 快餐 = “schnelles Essen”) nicht um sinnhafte Übersetzungen, sondern um die Einführung von Lehnwörtern. Deshalb sehen die Wörter in beiden Sprachen völlig unterschiedlich aus (chinesische Lehnwörter werden mit Hanzi, japanische Lehnwörter hingegen mit Katakana geschrieben). Obwohl bei den Lehnwörtern die selben Originalwörter als Vorlage hatten, klingen die Lehnwörter wegen den unterschiedlichen chin. und jap. Silben eher unterschiedlich. Die japanischen Lehnwörter sind etwas näher am englischen Original.

Mirinda mit Apfelgeschmack

September 6th, 2009

In China gibt es viele leckere Getränke, so zum Beispiel verschiedenste Sorten Tee, Energie- und Erfrischungsgetränke mit Aloe Vera, exotischen Früchten oder Kräutern.

Mein aktuelles Lieblingsgetränk (allerdings auf Dauer fast etwas zu süß) ist eine Variante von Mirinda (Pepsi Company) mit Apfelgeschmack. Mirinda gibts zwar auch ab und zu in Deutschland in den Supermarktregalen zu finden, aber nur mit Orangengeschmack (Fanta-Konkurrent).

“Mirinda” heißt in China 美年达 měi nián dá (“Schönes Jahr kommt”).

Ein paar Vokabeln:

Getränk – 饮料 yǐn liào, Jap.: 飲料 いんりょう oder 飲物 のみもの

Milchtee – 奶茶 nǎi chá, auf Jap. komischerweise ohne Kanji: ミルク ティー

Mineralwasser – 矿泉水 kuàng quán shuǐ, Jap.: 炭酸水 たんさんすい oder 鉱水 こうすい

Milch – 牛奶  niú nǎi, Jap.: 牛乳 ぎゅうにゅう

Sojamilch – 豆浆 dòu jiāng, Jap: 豆乳 とうにゅう

Zensur in China

September 6th, 2009

Europäische Medien übertreiben es oftmals mit der China-Kritik und china-bezogenen Negativmeldungen. In Sachen Internetzensur jedoch, … wurde keinesfalls übertrieben.

In China sind wirklich viele westliche Portale ganz oder teilweise gesperrt.

Youtube.com, MyVideo.de, Facebook.com und Twitter.com sind nur einige Beispiele, bei denen die komplette Präsenz in China staatlich verweigert ist. Auch das chinesische Portal für Chinesen in Deutschland (Dolc.de) war lange Zeit gesperrt, ist aktuell aber wieder aufrufbar.

Richtig ärgerlich wird die Zensur jedoch erst, wenn man bei Google.com zwar gute Suchergebnisse (Webseiten, Bilder, Videso usw.) bekommt, jedoch die Hälfte der Links nicht funktionieren, weil die Zensur zuschlägt.

Ich bin gut ausgebildet in der IT und durchaus auch in der Lage einen Weg zur Umgehung der Sperre zu finden. Allerdings habe ich zugegebenermaßen nicht vor, meinen China-Urlaub mit dem Tüfteln an einem Schlupfloch zu verbringen.

Es gibt viele recht einfache Programme wie JAP, TOR und andere Proxy-Clients, mit welchen die Zensur umgangen werden kann. Dumm nur, dass die Seitenaufrufe damit zum Einschlafen langsam sind und die meisten Videos daher dann trotzdem nicht geladen werden.

Meiner persönlichen Meinung nach, zeigt die chinesische Regierung mit dieser Form der Informationskontrolle nur ihre Angst. Ein souveräner, selbstsicherer Staat hat keine Angst vor unliebsamen Informationen. Das Internet es sowieso nur ansatzweise zu kontrollieren, nur der “Nervfaktor” für informationshungrige Internetsurfer steigt gewaltig.

Aber dass Chinesen feste Mauern auch dahin bauen können, wo die Wege sehr mühsam zu bewältigen sind, wurde ja bereits bewiesen. Kollateralschäden zählen dabei nicht.

Ein paar Vokabeln:
Zensur – 審查 reform.: 审查 shěnchá; Jap.: 検閲 けんえつ
Chin. Mauer – 長城 reform.: 长城 chángchéng,
auf Jap.: (万里の)長城 (ばんりの)ちょうじょう
Proxy-Server – 代理服务器 dài lĭ fú wù qì, Jap.: プロキシサーバ